Ab wann sind Hunde geschlechtsreif

Ab wann sind Hunde geschlechtsreif?

Früher oder später wird jeder Hund geschlechtsreif. Wann dies genau der Fall ist, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Zum einen spielt das Geschlecht des Vierbeiners eine Rolle. Und zum anderen unterscheidet sich der Zeitpunkt der Geschlechtsreife je nach Rasse. Rüden kommen früher in die Pubertät als Hündinnen und kleine Rassen werden in der Regel eher geschlechtsreif als große.

Wie Sie die Pubertät bei Ihrem Hund erkennen und wann Sie damit rechnen können, dass er geschlechtsreif wird, erfahren Sie im Folgenden.

Die Geschlechtsreife bei Rüden

Kommt Ihr junger Rüde in die Pubertät, fängt er an erstes Interesse an weiblichen Hunden zu zeigen. In dieser Zeit beginnt sein Körper damit, zunehmend Sexualhormone zu produzieren. Zudem setzt die Bildung von Samenzellen in der Pubertät ein. Für Sie macht sich die Pubertät bei Ihrem Hund vor allem damit bemerkbar, dass er sich in ersten Paarungsversuchen übt und damit anfängt, sein Revier zu markieren.

Wann Ihr Rüde tatsächlich geschlechtsreif wird, hängt insbesondere von der Größe seiner Rasse ab. Denn große Hunderassen kommen für gewöhnlich später in die Pubertät, als ihre kleineren Artgenossen. In der Regel können Sie jedoch davon ausgehen, dass die Pubertät bei einem Rüden in etwa zwischen seinem fünften und achten Lebensmonat einsetzt.

Die Zuchtreife

Die Geschlechtsreife darf übrigens nicht mit der Zuchtreife verwechselt werden. Als Zuchtreife wird der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem der Körper und die Geschlechtsorgane des Rüden so weit entwickelt sind, dass ein Einsatz in der Zucht möglich ist.

Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) schreibt für Rüden, die in der Zucht eingesetzt werden, ein Mindestalter zwischen 12 und 24 Monaten vor. Wie bei der Geschlechtsreife gilt auch hier, dass das genaue Alter von der jeweiligen Hunderasse, beziehungsweise deren durchschnittlicher Größe abhängt.

Die Geschlechtsreife bei Hündinnen

Für gewöhnlich tritt die Geschlechtsreife bei Hündinnen in der Zeit vom sechsten bis zum zwölften Lebensmonat ein. Wie bei Rüden hängt der Zeitpunkt der Geschlechtsreife auch hier maßgeblich von der Größe der Rasse ab. Weibliche Vertreter großer Hunderassen werden später geschlechtsreif als jene kleinerer Rassen.

Darüber hinaus lassen sich aber durchaus auch innerhalb einer Rasse Unterschiede beobachten. In seltenen Fällen kann es bis zur ersten Läufigkeit auch rund 20 Monate dauern. Für gewöhnlich tritt sie jedoch ein, wenn der Hund etwa zwei Drittel seines Körpergewichts erreicht hat.

Als Hundehalter erkennen Sie die Geschlechtsreife Ihrer Hündin daran, dass sie zum ersten mal läufig wird. Die Läufigkeit macht sich unter anderem in Form von Blutungen sowie einem aufkommenden Interesse von und an männlichen Hunden bemerkbar. Einige Hündinnen zeigen bei ihrer ersten Läufigkeit jedoch kaum äußere Signale, sodass häufiges Urinieren und Lecken an den Genitalien in diesem Fall die einzigen Anzeichen darstellen.

Übliche Läufigkeitsintervalle

Im Normalfall wird eine Hündin, die die Geschlechtsreife erreicht hat, zweimal jährlich läufig, wobei zwischen zwei Läufigkeiten ungefähr sechs bis sieben Monate vergehen. Allerdings sind auch hier Unterschiede möglich. Denn der Zyklus ist bei jeder Hündin individuell.

Aus diesem Grund ist es nicht ungewöhnlich, wenn eine Hündin anstelle von zweimal im Jahr nur einmal oder auch dreimal in einem Zeitraum von zwei Jahren läufig wird. Darüber hinaus gibt es einige Hunderassen, bei denen eine Läufigkeit im Jahr den Normalfall darstellt.

Bewegt sich der Zyklus Ihrer Hündin in diesem Rahmen, besteht normalerweise kein Grund zur Sorge. Wird sie jedoch dreimal oder gar viermal im Jahr läufig, ist die Funktion der Eierstöcke sehr wahrscheinlich beeinträchtigt. In diesem Fall sollten Sie Ihre Hündin von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Die Geschlechtsreife bei Hunden auf einen Blick

In den meisten Fällen werden Hunde bereits innerhalb ihres ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Wann die Geschlechtsreife genau einsetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Kleine Hunde werden generell früher geschlechtsreif als Vertreter großer Rassen.
  • Individuelle Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Geschlechtsreife sind möglich.
  • Rüden kommen zwischen dem fünften und achten Lebensmonat in die Pubertät.
  • Zwischen dem 12. und 24. Lebensmonat erreichen Rüden die Zuchtreife.
  • Bei Hündinnen kommt es zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensmonat zur ersten Läufigkeit.
  • Im Normalfall werden Hündinnen zweimal im Jahr läufig, wobei längere Intervalle keine Seltenheit darstellen.

Wann werden Hunde geschlechtsreif? Unser Fazit

Das Einsetzen der Pubertät, beziehungsweise die erste Läufigkeit zeigen, dass Ihr Hund dem Welpenalter entwachsen ist. Als Halter kann diese Zeit im Leben Ihres Vierbeiners durchaus einige Herausforderungen bereithalten, an die Sie sich erst einmal gewöhnen müssen.

Möglicherweise denken Sie darüber nach, Ihren geschlechtsreifen Hund zu kastrieren, was durchaus einige Vorteile mit sich bringt. Immerhin kann eine Kastration bei Hunden nicht nur ein ungewolltes Fortpflanzen verhindern, sondern auch zur Vorbeugung einiger Krankheiten beitragen. Wägen Sie Für und Wider daher gut ab und lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Tierarzt beraten.

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