Angst vor agressiven Hunden verlieren

Angst vor aggressiven Hunden verlieren

Obwohl der Hund als bester Freund des Menschen gilt, fühlt sich längst nicht jeder beim Umgang mit den Vierbeinern wohl. Bei einigen geht das Unbehagen sogar so weit, dass sie große Angst vor Hunden haben und den Kontakt mit ihnen meiden.

Woher diese als Kynophobie bezeichnete Angststörung kommt und wie Sie Ihre Angst vor vermeintlich aggressiven Hunden verlieren können, erfahren Sie im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die übermäßige Angst vor vermeintlich aggressiven Hunden wird als Kynophobie bezeichnet.
  • Die Ursachen dieser Angststörung liegen meist in der Kindheit.
  • In vielen Fällen wurden die Ängste nicht durch einen tatsächlichen Angriff eines Hundes verursacht.
  • Der Besuch eines spezialisierten Therapeuten kann dabei helfen, die Kynophobie zu behandeln.

Warum Hunde auf Menschen mit Kynophobie reagieren

Verspürt ein Mensch Angst, führt das automatisch zur Ausschüttung von Stresshormonen. Hunde können diese wahrnehmen und die Furcht daher praktisch riechen, was in Kombination mit der geänderten Körperhaltung ihres Gegenübers zu Aggressionen führen kann.

Das gilt ganz besonders dann, wenn der verängstigte Mensch den Vierbeiner zusätzlich noch anstarrt oder aufgrund eines nervösen Grinzens seine Zähne zeigt. Denn beides wird von Hunden als Bedrohung wahrgenommen.

Woher die Angst vor Hunden kommt

Oft entwickelt sich die Angst vor Hunden bereits in der frühen Kindheit. Das liegt unter anderem daran, dass Eltern dazu neigen, ihre eigenen Ängste auf ihre Kinder zu übertragen und diese so zu verunsichern.

In vielen Fällen ist die Angst vollkommen unbegründet und wurde nicht durch den Angriff eines tatsächlich aggressiven Hundes verursacht. Doch natürlich ist es durchaus auch möglich, dass Betroffene in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht haben und sich zum Beispiel durch einen Hund aus der Nachbarschaft bedroht gefühlt haben.

Berichte über Beißattacken sind in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Problem, das die Angst vor Hunden zusätzlich verstärken kann. Menschen, die an Kynophobie leiden, versuchen in ihrem Alltag häufig, den Kontakt mit Hunden vollständig zu vermeiden.

In Anbetracht der unzähligen Vierbeiner, die in deutschen Haushalten leben, ist das in der Praxis jedoch kaum möglich. Zudem ist diese Form des Rückzugs wenig hilfreich, um die Angst vor vermeintlich aggressiven Hunden zu verlieren.

Auch ohne Angst vor Hunden gelten Regeln

Unabhängig davon, ob Sie Angst vor Hunden haben oder nicht, sollten Sie gerade im Umgang mit fremden Tieren gewisse Regeln einhalten. Denn das trägt dazu bei, unerwartete Reaktionen oder gar Aggressionen des Vierbeiners zu vermeiden.

Für den Fall, dass Sie unerwartet einem Hund gegenüberstehen, ist es besonders wichtig, ruhig zu bleiben. Rennen Sie auf keinen Fall weg, um den Jagdinstinkt des Tieres nicht zu wecken. Bleiben Sie stattdessen stehen und vermeiden Sie hektische Bewegungen und lautes Schreien.

Darüber hinaus sollten Sie im Umgang mit Hunden folgende Regeln beherzigen:

  • Streicheln Sie fremde Hunde nicht ohne das Beisein des Halters.
  • Stören Sie Hunde weder beim Schlafen noch beim Fressen.
  • Möchte ein Hund an Ihnen schnuppern, strecken Sie ihm Ihre Faust hin und bleiben Sie ruhig.
  • Nähern Sie sich Hunden nicht von hinten oder direkt von vorne, da sie sich sonst erschrecken, beziehungsweise bedroht fühlen können.
  • Bedrängen Sie Hunde nicht und warten Sie stets, bis das Tier von selbst den Kontakt sucht.
  • Mischen Sie sich keinesfalls ein, wenn zwei Hunde miteinander kämpfen.

Die Körpersprache von Hunden verstehen

Von den genannten Verhaltensregeln abgesehen, ist es wichtig, die Körpersprache von Hunden zu verstehen. Das hilft Ihnen dabei, Drohgebärden und mögliche Aggressionen rechtzeitig zu bemerken.

Neben Knurren und Bellen gehören unter anderem auch gefletschte Zähne, gesträubtes Fell sowie angelegte Ohren und ein aufgestellter Schwanz zu den Warnsignalen, mit denen ein Hund Ihnen seinen Unmut kundtut.

Beachten Sie außerdem, dass Schwanzwedeln entgegen der verbreiteten Meinung nicht zwangsläufig Freude bedeutet. Vielmehr handelt es sich dabei lediglich um ein Zeichen für Erregung, das durchaus auch auf einen gestressten oder aggressiven Hund hinweisen kann.

Die Angst vor Hunden verlieren

In vielen Fällen sitzt die Angst vor Hunden so tief, dass Betroffene sie nicht alleine in den Griff bekommen können und nur eine Therapie Abhilfe schaffen kann. Es gibt Therapeuten, die sich auf die Behandlung von Kynophobie spezialisiert haben und Ihnen dabei helfen können, Ihre Angst vor vermeintlich aggressiven Hunden zu verlieren.

Eine solche Therapie dauert mehrere Wochen, in denen die Angststörung in verschiedenen Stufen angegangen und gemindert wird. Das beginnt beim Erlernen der Körpersprache von Hunden anhand von Bildern und geht über das reine Beobachten aus der Ferne bis hin zum tatsächlichen Kontakt mit einem Therapiehund.

Wie lange die Therapie letztlich dauert und welche Schritte notwendig sind, hängt von der jeweiligen Ausprägung der Angststörung des Patienten ab.

Angst vor aggressiven Hunden verlieren – unser Fazit

Die Angst vor Hunden ist meist tief verwurzelt und beschränkt sich in vielen Fällen nicht auf tatsächlich aggressive Tiere. Für Betroffene ist eine Therapie oft der einzige Weg, um ihre Angststörung in den Griff zu bekommen und die Angst vor vermeintlich aggressiven Hunden zu verlieren.

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