Bedlington Terrier

Bedlington Terrier
@Karen Arnold / Pixabay

Beim Bedlington Terrier handelt es sich um eine mittelgroße britische Hunderasse. Die schlanken Vierbeiner wurden ursprünglich für die Hasenjagd sowie die Jagd auf Ratten und andere Nagetiere verwendet. Heute ist der Bedlington Terrier jedoch selten geworden, obwohl er sich durchaus als Familienhund eignet.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • FCI: Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 9 (ohne Arbeitsprüfung)
  • Lebenserwartung: 14 bis 15 Jahre
  • Herkunft: Großbritannien
  • Größe: circa 41 cm
  • Gewicht: 8 – 10 kg
  • Farben: Blau-Grau, Leberfarben oder Sandfarben
  • Charakter: anschmiegsam, freundlich, wachsam, mutig, temperamentvoll

Herkunft und Geschichte des Bedlington Terriers

Die Ursprünge des Bedlington Terriers reichen bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Damals war er vor allem im Norden Englands verbreitet. Zu seinen Vorfahren gehören Otterhounds und schottische Jagdterrier.

Dank seiner Zuverlässigkeit bei der Hasenjagd entwickelte sich der Rothbury Terrier, wie der Bedlington Terrier früher genannt wurde, schnell zu einem beliebten Jagdbegleiter. Darüber hinaus wurde er regelmäßig für die Jagd auf Ratten eingesetzt.

Im Jahr 1877 wurde dann schließlich der erste Rasseclub für den Bedlington Terrier gegründet. Den Weg nach Deutschland fand er allerdings erst um 1920. Heute ist der Bedlington Terrier zumindest bei uns nur selten anzutreffen, wie niedrige bis mittlere zweistellige Zahlen in der Welpenstatistik des VDH belegen.

Beschreibung des Bedlington Terriers

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Bedlington Terriers beträgt 14 bis 15 Jahre. Mit einer Schulterhöhe von 41 Zentimetern zählt er zu den mittelgroßen Hunderassen. Bei Rüden erlaubt der Rassestandard eine leichte Abweichung nach oben, während Hündinnen etwas kleiner sein dürfen.

Das Gewicht des Bedlington Terriers bewegt sich in einem Bereich von 8 bis 10 Kilogramm. Sein Körperbau ist dementsprechend schlank und drahtig. Dennoch besitzt er eine recht ausgeprägte Muskulatur und ist gleichzeitig auffallend beweglich.

Ein besonders charakteristisches Merkmal des Bedlington Terriers ist der birnenförmige Kopf mit seinem üppigen Haarschopf und den seitlich angesetzten Hängeohren. Sein Fell ist dicht und weist eine flachsartige Textur auf. Die Haare bilden vor allem im Kopfbereich kleine Korkenzieherlocken.

Der Bedlington Terrier wird in den Farben Blau-Grau, Sandfarben und Leberfarben gezüchtet. Blau-graue Tiere müssen eine dunkle Nase und dunkle Augen haben, während sand- und leberfarbene Exemplare eine braune Nase sowie helle Augen besitzen müssen.

Wesen des Bedlington Terriers

Im ersten Moment macht der Bedlington Terrier einen eher zurückhaltenden und ruhigen Eindruck. Doch in Wahrheit handelt es sich bei ihm um einen temperamentvollen und aktiven Hund, der zudem auch nach wie vor einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzt.

Nichtsdestotrotz gestaltet sich seine Erziehung insgesamt als recht unkompliziert. Denn sofern er ausreichend bewegt und beschäftigt wird, erweist sich der Bedlington Terrier als überaus treuer und anhänglicher Familienhund.

Nervosität oder gar eine Neigung zu Aggressivität sind generell keine typischen Charaktereigenschaften dieser Rasse.

Mögliche Einsatzbereiche für den Bedlington Terrier

Der Bedlington Terrier eignet sich vor allem für erfahrene Halter, die selbst gerne aktiv sind und dazu in der Lage sind, die enorme Energie des intelligenten Vierbeiners in die richtigen Bahnen zu lenken.

Im Idealfall sollte für die Haltung des Bedlington Terriers ein Haus mit eigenem Garten zur Verfügung stehen. Eine reine Wohnungshaltung ist hingegen nur bedingt zu empfehlen und erfordert zusätzliche Bemühungen, was die Beschäftigung angeht.

Wer sich für die Haltung eines Bedlington Terriers entscheidet, sollte in jedem Fall die Teilnahme am Hundesport in Erwägung ziehen. Dort erweisen sich die drahtigen Energiebündel als überaus ausdauernd und lernfähig.

Für den Bedlington Terrier kommen unter anderem folgende Hundesportarten infrage:

  • Turnierhundesport
  • Agility
  • Dogdancing
  • Dummytraining
  • Fährtenarbeit

Bedlington Terrier Krankheiten

Wie bei vielen Rassehunden besteht leider auch beim Bedlington Terrier eine genetisch bedingte Prädisposition für verschiedene Krankheiten. So neigen die Tiere unter anderem verstärkt zu Augenkrankheiten, wie zum Beispiel Katarakt (Grauer Star).

Darüber hinaus besteht eine Prädisposition für Kupfertoxikose (Kupferspeicherkrankheit) sowie ein Erkranken an der Glasknochenkrankheit und Hyperkeratose der Ballen. Durch entsprechende Tests lässt sich das Risiko im Rahmen der Zucht jedoch recht gut reduzieren.

Sollten Sie sich für die Anschaffung eines Bedlington Terriers interessieren, ist es daher ratsam, sich an einen seriösen und sorgfältig arbeitenden Züchter zu wenden.

Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, eine Hundekrankenversicherung für Ihren Bedlington Terrier abzuschließen. Mit dieser können Sie sich vor hohen Behandlungskosten schützen und sicherstellen, dass Ihr Hund unabhängig von finanziellen Belangen jederzeit die bestmögliche Therapie erhalten kann.

Bedlington Terrier haaren nicht

Der Bedlington Terrier zählt zu den Rassen, die nicht, beziehungsweise kaum haaren. Das macht ihn auch für Menschen mit einer Tierhaarallergie zu einer guten Wahl.

Allerdings ist es wichtig, der Pflege seines Fells ausreichend Beachtung zu schenken. Um ein Verfilzen der Haare zu vermeiden und das Risiko für Hautparasiten zu senken, sollte der Bedlington Terrier täglich gebürstet werden. Bei Bedarf kann das Fell zudem durch Scheren in Form gebracht werden.