Bengalkatze

Bengalkatze

Die Bengalkatze wird auch als Leopardette bezeichnet und erinnert dank ihrer Fellzeichnung rein äußerlich direkt an einen Leopard im Miniaturformat. Trotz dieser Ähnlichkeit mit Wildkatzen sind Bengalkatzen liebenswerte und verschmuste Haustiere, die ihren Haltern viel Freude machen können.

Für ein harmonisches Zusammenleben sollten jedoch einige rassespezifische Besonderheiten beachtet werden. Dazu zählt insbesondere der überdurchschnittliche Bewegungsdrang, den Bengalkatzen aufweisen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Name: Bengalkatze oder Leopardette
  • Lebenserwartung: bis zu 15 Jahre
  • Herkunft: USA
  • Größe: bis zu 40 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: Katzen bis zu 4 kg/ Kater bis zu 8 kg
  • Fell: kurz und dicht, unterschiedliche Grundfarben mit marmorierter oder gepunkteter Zeichnung
  • Wesen: temperamentvoll, intelligent, freundlich, verspielt und verschmust

Herkunft und Geschichte der Bengalkatze

Obwohl die Bengalkatze von der FIFe erst seit 1999 als eigenständige Rasse anerkannt wird, hat sie ihren Ursprung bereits in den 1960er Jahren. Im Jahr 1963 kreuzte die amerikanische Genetikerin Jean Mill Hauskatzen mit der in Asien beheimateten Wildkatze Prionailurus bengalensis.

Das stellt den Anfang der Zucht von Bengalkatzen als Haustiere, bei der vor allem großer Wert auf die gewünschte Färbung des Fells gelegt wird, dar. Heute werden die Tiere nur noch reinerbig gezüchtet und mit keinen Wildkatzen mehr gekreuzt.

Beschreibung der Bengalkatze

Bengalkatzen fallen optisch vor allem durch ihre Fellzeichnung, mit der sie einem Leoparden ähneln, auf. Ihr Körperbau ist schlank und elegant, gleichzeitig aber auch recht muskulös. Weibliche Bengalkatzen erreichen ein Gewicht von rund vier Kilogramm. Kater bringen im Durchschnitt 5,5 kg auf die Waage, können aber durchaus auch bis zu acht Kilo erreichen.

Der Kopf der Bengalkatze ist im Verhältnis zum Körper relativ klein. Die Ohren sind mittelgroß und abgerundet. Die großen, fast runden Augen dürfen die Farben Braun, Grün oder Gold haben und sollen eine schwarze Linie an der Innenseite der Augenlider aufweisen.

Das seidige Fell der Bengalkatze ist kurz und dicht und kann verschiedene Grundfarben mit einer gepunkteten oder marmorierten Zeichnung, die einen deutlichen Kontrast zur Grundfarbe darstellen sollte, haben. Die gepunktete Zeichnung kann auch in Form von Rosetten (zweifarbige Tupfen) auftreten. Eine gestreifte Fellzeichnung ist bei Bengalkatzen hingegen unerwünscht.

Wesen der Bengalkatze

Bengalkatzen sind ausgesprochen freundlich und verschmust. Sie legen großen Wert auf ausgiebigen Körperkontakt mit ihrem Halter und genießen es sehr, wenn sie von Zeit zu Zeit gebürstet werden. Außerdem sind sie äußerst kommunikativ und teilen sich ihrer Umgebung gerne durch Miauen und Gurren mit.

Sie gelten zudem als sehr intelligent und lernwillig und sind durchaus dazu in der Lage, den einen oder anderen kleinen Trick zu erlernen. Allerdings sind Bengalkatzen auch ziemlich temperamentvoll und aktiv. Das hat nicht selten zur Folge, dass sie aus Langeweile zum Beispiel Schränke ausräumen oder in anderer Form Chaos in ihrem Zuhause verursachen.

Haltung von Bengalkatzen

Halter einer Bengalkatze sollten sicherstellen, dass ihr Vierbeiner genug Beschäftigung hat und dem Tier ausreichend geeignete Spielsachen zur Verfügung stehen. Muss eine Bengalkatze häufig alleine zuhause bleiben, ist es außerdem empfehlenswert, sie zusammen mit einem Artgenossen zu halten.

Bengalkatzen sind sehr sprungstark und haben einen hohen Bewegungsdrang. Ein großes Haus mit einem Garten ist für ihre Haltung daher ideal. In einer kleinen Stadtwohnung fühlt sich eine Bengalkatze hingegen nicht wohl.

Um ihnen ausreichend Auslauf und Abwechslung zu bieten, sollten Bengalkatzen möglichst als Freigänger gehalten werden. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass die Vierbeiner auch mal für zwei Tage verschwinden und auf Entdeckungstour gehen.

Krankheiten bei Bengalkatzen

Obwohl die Zucht von Bengalkatzen gerade in ihren Anfängen von Inzucht geprägt war, gilt die Rasse als ausgesprochen robust und gesund. Dennoch können Bengalkatzen natürlich krank werden. Zudem ist bekannt, dass bei ihnen aufgrund ihrer Erbanlagen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen besteht. Für folgende Krankheiten kann bei Bengalkatzen eine genetische Prädisposition bestehen:

  • Polyzystische Nierenerkrankung: eine Erkrankung an PKD verursacht eine Bildung von Zysten in den Nieren, was zu einem tödlichen Nierenversagen führen kann.
  • Progressive Retinaatrophie: bei einer Erkrankung an PRA stirbt die Netzhaut nach und nach ab, wodurch die Katze letztlich erblindet.
  • Patellaluxation: bei einer Patellaluxation springt die Kniescheibe heraus, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern in schweren Fällen sogar operativ behoben werden muss.
  • Pyruvatkinase-Defizienz: eine PK-Defizienz führt bei der betroffenen Katze zu einer Anämie (Blutarmut) und kann schlimmstenfalls tödlich enden.
  • Hypertrophe Kardiomyopathie: HCM ist durch eine Verdickung der Muskeln der linken Herzkammer gekennzeichnet. Die Erkrankung führt zu Herzrhythmusstörungen sowie Herzschwäche und kann über kurz oder lang ein tödliches Herzversagen nach sich ziehen.

Bengalkatzen lieben Wasser

Von ihrem auffälligen Äußeren abgesehen, haben Bengalkatzen noch eine weitere große Besonderheit vorzuweisen. Im Unterschied zu den meisten ihrer Artgenossen lieben sie Wasser, weshalb ein kleines Planschbecken im Garten von Bengalkatzen in der Regel sehr gut angenommen wird.

Allerdings machen sie im Zweifel auch nicht vor einem eventuell vorhandenen Aquarium im Wohnzimmer halt. Besitzer einer Bengalkatze tun daher gut daran, dieses ausreichend zu sichern.

Bengalkatze, Katzenrasse

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