Chippen von Hund und Katze

Chippen von Hund und Katze

Das Chippen von Hund und Katze ist ein wichtiges Thema, das von vielen Tierhaltern zu unrecht kritisch gesehen wird und das in Deutschland trotz der Vorteile für Mensch und Tier leider nach wie vor nicht einheitlich geregelt ist.

Wie das Chippen von Hunden und Katzen funktioniert, welche Daten auf dem Mikrochip gespeichert werden und warum eine Kennzeichnung auch ohne gesetzliche Pflicht sinnvoll ist, erfahren Sie im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Das Chippen von Hunden und Katzen dient der eindeutigen Identifizierung des Haustieres.
  • Das Einsetzen eines Mikrochips ist ungefährlich und kostet je nach Tierarzt ungefähr 30 bis 50 Euro.
  • Auf dem Chip ist lediglich eine Nummer gespeichert, weshalb er ohne Registrierung nutzlos ist.
  • Bislang gibt es keine deutschlandweite Pflicht für das Chippen von Hunden und Katzen.
  • Für den Abschluss einer Tierkrankenversicherung von Petplan ist die Kennzeichnung durch einen Mikrochip erforderlich.

Ablauf des Chippens von Hunden und Katzen

Die Kennzeichnung von Hunden und Katzen durch einen Mikrochip ist keine große Sache. Das Chippen erfolgt ambulant und kann ohne Betäubung durchgeführt werden. Der Mikrochip wird einfach mithilfe einer Spritze unter der Haut des Vierbeiners platziert.

Zu Komplikationen kommt es dabei in der Regel nicht. In Einzelfällen kann es lediglich vorkommen, dass der Chip nicht an seiner ursprünglichen Stelle bleibt und mit der Zeit wandert. Doch auch das ist im Normalfall unbedenklich.

Die Kosten für das Implantieren sind überschaubar und belaufen sich je nach Tierarzt auf ungefähr 30 bis 50 Euro, wobei die Kosten für den Chip selbst den Hauptteil des Gesamtbetrags ausmachen.

Registrierung des Chips ist erforderlich

Solange der Mikrochip nicht registriert wird, ist das reine Chippen von Hunden und Katzen nutzlos. Denn auf dem Chip ist lediglich eine Nummer, die Auskunft über das Herkunftsland sowie den Hersteller gibt und eine eindeutige ID für das jeweilige Tier enthält, gespeichert.

Diese Nummer kann zwar mithilfe eines elektronischen Lesegeräts ausgelesen werden, ermöglicht für sich alleine genommen jedoch keine Identifizierung des Tieres. Zu diesem Zweck muss die Nummer samt der Daten des dazugehörigen Vierbeiners erst in einer Datenbank eingetragen werden.

Bekannte Datenbanken, in denen Tierhalter ihre Haustiere kostenlos registrieren können, sind zum Beispiel das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes sowie das Tierregister von Tasso.

Wann das Chippen von Hund und Katze vorgeschrieben ist

Prinzipiell ist das Chippen von Hunden und Katzen in Deutschland bislang nicht in allen Bundesländern einheitlich geregelt. Während in einigen Ländern beispielsweise eine Kennzeichnungspflicht für alle Hunderassen herrscht, ist sie in anderen lediglich für sogenannte Listenhunde vorgeschrieben.

Unabhängig davon ist das Chippen von Hunden und Katzen jedoch in jedem Fall immer dann erforderlich, wenn das Haustier in ein anderes Land der EU mitgenommen werden soll.

Die Nummer des Chips wird im EU-Heimtierausweis des Hundes, beziehungsweise der Katze eingetragen, der darüber hinaus auch Informationen zu durchgeführten Impfungen enthält und auf Reisen mitgeführt werden muss.

Andernfalls können den Halter an der Grenze erhebliche Probleme erwarten und der nicht gekennzeichnete Vierbeiner zum Beispiel zwangsweise in Quarantäne genommen werden.

Kennzeichnungspflicht beim Abschluss einer Tierkrankenversicherung

Darüber hinaus ist das Chippen von Hund und Katze auch für den Abschluss einer Hunde-, beziehungsweise Katzenkrankenversicherung erforderlich, um den Vierbeiner im Falle einer notwendigen Behandlung durch den Tierarzt eindeutig identifizieren zu können.

Wollen Sie für Ihre Katze oder Ihren Hund eine Krankenversicherung bei uns abschließen, muss der Chip spätestens während des ersten Besuchs beim Tierarzt eingesetzt werden. Die Kosten, die Ihnen als unser Kunde dabei entstehen, bekommen Sie selbstverständlich vergütet.

Vorteile des Chippens von Hund und Katze

Einige Tierhalter fragen sich sicherlich, worin der Sinn des Chippens von Katzen und Hunden besteht und ob sich die Kosten einer derartigen Kennzeichnung ihres Haustieres überhaupt lohnen.

Bei näherer Betrachtung bietet das Einsetzen eines Mikrochips jedoch viele Vorteile, weshalb eine verpflichtende Regelung für die Zukunft durchaus wünschenswert ist.

Unter anderem hätte eine deutschlandweite Kennzeichnungspflicht für Hunde und Katzen folgende Vorteile:

  • Entlaufene Tiere können leichter an den Besitzer zurückgegeben werden.
  • Schnellere Rückführungen reduzieren das Leid betroffener Tiere.
  • Die Zahl der ausgesetzten oder misshandelten Tiere sinkt.
  • Tierhalter können besser dazu gebracht werden, ihrer Verantwortung nachzukommen.
  • Der illegale Welpenhandel und das damit verbundene Leid für die Tiere wird eingedämmt.
  • Tierheime werden entlastet, da entlaufene Tiere schneller zurückgeführt werden können.
  • Kommunen sparen Kosten, die ihnen aufgrund nicht identifizierbarer Haustiere entstehen.

Chippen von Hund und Katze – unser Fazit

Wie Sie sehen, ist das Chippen von Hunden und Katzen weder gefährlich noch mit hohen Kosten verbunden. Stattdessen kann es Ihnen zum Beispiel dabei helfen, Ihren Vierbeiner wiederzufinden, falls dieser einmal entlaufen sollte.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich auch dann zeitnah um die Kennzeichnung Ihres Haustieres zu kümmern, wenn Sie keine Reise in ein anderes Land oder den Abschluss einer Tierkrankenversicherung bei Petplan planen.

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