Hotspot beim Hund: Ursachen und Behandlung

Hotspot beim Hund: Ursachen und Behandlung
@ fetrinka / Shutterstock

Es kommt relativ oft vor, dass Hunde an Hotspots leiden. Obwohl sie grundsätzlich bei allen Vierbeinern entstehen können, sind langhaarige Hunderassen besonders häufig von ihnen betroffen.

Worum es sich bei einem Hotspot beim Hund genau handelt, wie er aussieht und wodurch er verursacht wird, erfahren Sie im Folgenden. Außerdem erklären wir Ihnen, welche Behandlungsmaßnahmen helfen und wie Sie die Entstehung von Hotspots bei Ihrem Hund vermeiden können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei Hotspots handelt es sich um nässende und klar abgegrenzte Hautentzündungen.
  • Die Ursache von Hotspots beim Hund ist das übermäßige Kratzen und Lecken aufgrund eines starken Juckreizes.
  • Neben der Hautentzündung muss auch der Auslöser des Juckreizes, wie beispielsweise ein Flohbefall, beseitigt werden.
  • In der Regel lassen sich Hotspots bei Hunden ohne größere Probleme erfolgreich behandeln.

Hotspot beim Hund: was ist das überhaupt?

Hotspots sind oberflächliche Entzündungen der Haut. Sie sind in den meisten Fällen kreisrund und weisen zudem eine starke Rötung auf. Darüber hinaus sind Hotspots beim Hund durch die Absonderung eines übel riechenden Sekrets gekennzeichnet. Aus diesem Grund werden sie auch als akute nässende Dermatitis bezeichnet.

Wie kommt es zu einem Hotspot beim Hund?

Bilden sich auf der Haut des Hundes Hotspots, kann das unterschiedliche Gründe haben. Die tatsächliche Ursache ist allerdings stets häufiges Kratzen und Lecken, mit dem der Vierbeiner einem vorhandenen Juckreiz entgegenwirken will.

Der Juckreiz kann unter anderem folgende Auslöser haben:

  • Ein Befall mit Hautparasiten wie Milben oder Flöhen
  • Allergien, wie zum Beispiel eine Flohbissallergie
  • Verletzungen und Hautirritationen
  • Eine mangelhafte Pflege des Fells durch den Besitzer

Da Hotspots bei Hunden vor allem bei Wärme und Feuchtigkeit entstehen, treten sie im Sommer in der Regel häufiger auf als im Winter.

Wie erkennt man Hotspots beim Hund?

Im Grunde genommen ist es kaum möglich, Hotspots beim Hund zu übersehen. Denn die eitrigen und nässenden Hautentzündungen fallen praktisch sofort ins Auge. Typischerweise weisen sie eine scharfe Abgrenzung zur gesunden Haut direkt daneben auf.

Aufgrund des austretenden Sekrets verkleben die Haare um den Hotspot beim Hund, während dieser selbst durch das exzessive Lecken früher oder später komplett kahl wird.

Hotspots können bei Hunden am gesamten Körper auftreten. Besonders häufig entstehen sie jedoch an Rumpf, Hals und Rücken sowie an der Vorderseite der Läufe. Im Normalfall beschränken sich Hotspots auf einen begrenzten Bereich. Ein weiteres Ausbreiten auf andere Körperregionen ist allerdings durchaus möglich.

Durch das ständige Kratzen und Lecken verschlechtert sich der Zustand der Haut im Bereich der Hotspots ohne entsprechende Behandlungsmaßnahmen zunehmend.

Wie werden Hotspots bei Hunden diagnostiziert?

Um den Hotspots bei Ihrem Hund entgegenzuwirken, empfehlen wir Ihnen einen zeitnahen Besuch beim Tierarzt. Der Veterinär erkennt vorhandene Hotspots in der Regel schon anhand einer einfachen äußerlichen Überprüfung der Haut. Die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) ist nur in Ausnahmefällen für die Diagnose notwendig.

Darüber hinaus wird der Tierarzt Ihnen Fragen zur bisherigen Entwicklung der Hautprobleme sowie zu weiteren Symptomen, die bei Ihrem Vierbeiner aufgetreten sind, stellen.

Davon abgesehen ist es im Hinblick auf die Festlegung der richtigen Behandlungsmethoden natürlich notwendig, dass andere Hautkrankheiten als Auslöser der Hautentzündungen ausgeschlossen werden können.

Wie werden Hotspots bei Hunden behandelt?

Um vorhandene Hotspots bei Ihrem Hund zu behandeln, ist es zunächst einmal notwendig, das Fell im betroffenen Bereich zu rasieren. Dann kann die entzündete Haut desinfiziert und mit einem trocknenden Medikament versorgt werden.

Da nicht jeder Hund diese Maßnahmen einfach so akzeptiert, kann es durchaus sein, dass der Tierarzt Ihrem Vierbeiner vor der Behandlung ein Beruhigungsmittel verabreichen muss.

Nachdem die Hotspots des Hundes einige Tage lang regelmäßig auf diese Weise behandelt wurden, verbessert sich das Hautbild in den meisten Fällen sehr schnell. Teilweise kann es allerdings sein, dass die Behandlung den Einsatz weiterer Mittel, wie zum Beispiel cortisonhaltige Salben, erfordert.

Davon abgesehen ist es bis zum weitgehenden Abklingen des Hotspots meist sinnvoll, dem Hund einen Halskragen anzulegen, um das Belecken der entzündeten Haut zu unterbinden.

Sind Hotspots beim Hund heilbar?

In den meisten Fällen lassen sich Hotspots bei Hunden problemlos behandeln. Um die Hautentzündung dauerhaft zu beseitigen, muss allerdings zeitgleich auch die eigentliche Ursache für den Juckreiz behoben werden. Ansonsten können Sie damit rechnen, dass sich bei Ihrem Hund schon bald erneut Hotspots bilden werden.

Wie kann man die Entstehung von Hotspots beim Hund vermeiden?

Um die Bildung von Hotspots auf der Haut Ihres Hundes zu vermeiden, müssen Sie unter anderem dem Thema Fellpflege die erforderliche Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das gilt ganz besonders bei Hunderassen mit einem langen Haarkleid. Bei diesen fällt der Pflegeaufwand naturgemäß etwas höher aus.

Zudem ist es wichtig, dass Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit einem gut bekömmlichen Hundefutter achten. Denn auch Futtermittelunverträglichkeiten können Juckreiz verursachen und damit die Entstehung von Hotspots beim Hund begünstigen.

Darüber hinaus sollten Sie Ihren Hund nicht nur im Hinblick auf die Vermeidung von Hotspots so gut wie möglich vor Parasiten schützen und einen eventuell vorhandenen Befall mit Milben oder Flöhen umgehend behandeln.

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