Hund und Kind zusammenführen

Hund und Kind zusammenführen
@ Alena Ozerova / Shutterstock

Ein Hund stellt für viele Familien das perfekte Haustier und für Kinder oft den lang herbeigesehnten Spielgefährten dar. Ebenso gut kann es allerdings auch sein, dass bereits ein Hund vorhanden ist und die Geburt eines Babys kurz bevorsteht.

Egal, welche dieser Situationen auf Sie zutrifft, ist es wichtig, sowohl das Kind als auch den Vierbeiner beim Kennenlernen zu unterstützen. Wie die Zusammenführung von Hund und Kind am besten gelingt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Beim Zusammenführen sowie im späteren Umgang miteinander müssen für das Kind und den Hund gleichermaßen Regeln gelten.
  • Kinder sollten niemals ohne Aufsicht mit Hunden spielen oder gar mit ihnen Gassi gehen.
  • Die Verantwortung für die Versorgung des Vierbeiners tragen stets die Eltern.
  • Bei der Geburt eines Babys ist es wichtig, dass sich der Hund nicht ausgegrenzt fühlt.

Für beide Seiten gibt es Regeln

Wollen Sie Hund und Kind zusammenführen, muss klar sein, dass für beide Seiten Regeln gelten. Das Kind muss zum Beispiel lernen, dass es den Hund nicht bedrängen, anstarren oder gar schlagen darf. Ebenso ist das Ziehen an den Ohren oder dem Schwanz des Vierbeiners selbstverständlich tabu. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, Ihrem Kind ausführlich zu erklären, wie der richtige Umgang mit dem Tier aussieht und dabei auch das Thema Körpersprache von Hunden anzusprechen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Nachwuchs lernt, mögliche Warnsignale beim Spielen und Toben wahrzunehmen. Natürlich gelten auch für den Hund gewisse Regeln, die er im Umgang mit dem Kind einzuhalten hat. Dazu zählt zum Beispiel, dass er es nicht anrempeln, anspringen oder ihm Essen und Spielzeug wegnehmen darf. Genau wie beim Kind sind Sie auch beim Hund dafür verantwortlich, die Einhaltung der Regeln im Alltag zu überwachen.

Lassen Sie Ihr Kind nicht mit dem Hund alleine

Lassen Sie Kind und Hund auf keinen Fall unbeaufsichtigt. Das gilt nicht nur beim erstmaligen Zusammenführen, sondern auch danach. Denn kleine Kinder können mitunter recht ungestüm werden und selbst einen vermeintlich ruhigen und wohlerzogenen Vierbeiner aus der Fassung bringen. Vor allem bei Welpen kommt dabei erschwerend hinzu, dass diese noch sehr empfindlich sind und durch den Übermut eines Kindes durchaus versehentlich verletzt werden können.

Die Versorgung des Hundes liegt in Ihrer Verantwortung

Haustiere eignen sich hervorragend, um Kindern Verantwortungsbewusstsein beizubringen. Ihr Nachwuchs darf daher ab einem gewissen Alter gerne mithelfen, sich um den Hund zu kümmern und ihn zum Beispiel füttern oder sein Fell bürsten. Allerdings ist ein Kind nicht dazu in der Lage, die komplette Verantwortung für einen Hund zu tragen. Letztlich liegt es deshalb stets bei Ihnen, dafür zu sorgen, dass Ihr Vierbeiner mit allem Wichtigen versorgt ist. Das gilt ganz besonders beim Gassi gehen. Überlassen Sie diese Aufgabe keinesfalls Ihrem Kind. Die Gefahr, dass einem von beiden im Straßenverkehr oder bei Begegnungen mit fremden Hunden etwas passiert, ist einfach zu groß.

Hund und Baby zusammenführen

Nicht immer ist das Kind zuerst da und der Hund der neue Mitbewohner. Mindestens genauso häufig kommt es auch vor, dass Herrchen und Frauchen Nachwuchs erwarten und der Einzug eines Babys bevorsteht. Ist das der Fall, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass dies nicht nur Ihr Leben, sondern auch das Ihres Hundes nachhaltig verändern wird. Stand Ihr Vierbeiner vor Kurzem noch alleine im Mittelpunkt, muss er sich Ihre Aufmerksamkeit nun plötzlich teilen. Für das Tier ist das mit großem Stress und möglicherweise auch mit Verlustängsten verbunden. Damit das Zusammenführen von Hund und Baby nicht zu Problemen führt, müssen Sie daher einige Dinge beachten.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um Defizite in der Erziehung

Es kann gut sein, dass Sie Ihren Hund bislang ziemlich verwöhnt haben und er daher möglicherweise ein wenig verzogen ist. Gehen Sie vorhandene Defizite in der Erziehung des Vierbeiner unbedingt vor der Geburt an. Schließlich werden die ersten Monate mit Baby ohnehin bereits anstrengend genug. Ein ungehorsamer Hund ist dann das Letzte, was Sie brauchen können. Zudem lässt sich ein kleines Kind mit einem gut erzogenen Hund deutlich unkomplizierter zusammenführen.

Grenzen Sie Ihren Hund nicht aus

Es ist ganz normal, dass Ihr Nachwuchs einen großen Teil der Aufmerksamkeit erhält. Gerade die Mutter wird sich in der ersten Zeit praktisch rund um die Uhr um das Baby kümmern müssen. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass sich Ihr Hund nicht ausgeschlossen fühlt. Haben Sie Ihr Baby zum Beispiel auf dem Arm, freut sich Ihr Vierbeiner besonders, wenn er gleichzeitig auch einige Streicheleinheiten erhält. Auf diese Weise lernt er, dass er auch weiterhin willkommen ist.

Hund und Kind zusammenführen – unser Fazit

Beim Zusammenführen von Hund und Kind ist es wichtig, die Bedürfnisse beider Seiten zu berücksichtigen und sowohl für Ihren Nachwuchs als auch für den Vierbeiner gewisse Regeln aufzustellen. Wenn Ihnen das gelingt, klappt auch das Zusammenführen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Hund und Kind zu einem unzertrennlichen Gespann werden.