Magengeschwür beim Hund: Entstehung, Behandlung und Prognose

Magengeschwür beim Hund
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Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde können unter einem Magengeschwür leiden. Dabei handelt es sich um einen Defekt in der Magenschleimhaut des Tieres, durch den Magensäure die Muskelschicht der Magenwand angreifen und schädigen kann.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, welche Ursachen ein Magengeschwür beim Hund hat, mit welchen Symptomen es sich bemerkbar macht und welche Möglichkeiten es bei der Behandlung gibt

Ursachen eines Magengeschwürs beim Hund

Normalerweise ist die Magenwand des Hundes mit einer durchgängigen Schleimhaut als Schutzschicht versehen. Produziert der Körper des Hundes zu viel Magensäure kann das diese Schutzschicht jedoch schädigen. Das ist unter anderem auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente, einem Befall mit Parasiten sowie im Falle von festsitzenden Fremdkörpern und Futtermittelunverträglichkeiten der Fall.

In der Folge kommt es bei Ihrem Hund zunächst zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Mit der Zeit greift die Magensäure dann die unter der Schleimhaut liegenden Schichten der Magenwand an und führt schließlich zu einem Magengeschwür.

Magengeschwür beim Hund: mögliche Symptome

Ein Magengeschwür ist für Ihren Hund sehr schmerzhaft und führt aufgrund der Bauchschmerzen in der Regel zu einer deutlichen Appetitlosigkeit und einem entsprechenden Verlust an Körpergewicht.

Darüber hinaus wird sich Ihr Hund aufgrund des Magengeschwürs häufig übergeben. In vielen Fällen kommt es zudem zu Blutungen aus dem Geschwür, was das Erbrochene des Hundes dann auffällig rot, beziehungsweise dunkelbraun färbt.

Risiken eines unbehandelten Magengeschwürs bei Hunden

Der Blutverlust, den das Magengeschwür bei Ihrem Hund verursacht, kann sogar soweit gehen, dass es zu einer Anämie (Blutarmut) kommt. Zudem kann das Geschwür auch nach außen aufbrechen, wodurch der Inhalt des Magens in die Bauchhöhle des Vierbeiners gelangt. Spätestens jetzt ist das Magengeschwür Ihres Hundes ein lebensgefährlicher Notfall, der einer umgehenden Behandlung bedarf.

Diagnose eines Magengeschwürs beim Hund

Sollten Sie bei Ihrem Hund Anzeichen für ein Magengeschwür bemerken, ist ein zeitnaher Besuch beim Tierarzt unerlässlich. Dieser kann mithilfe von Röntgenaufnahmen, einer Blutuntersuchung sowie einer Endoskopie überprüfen, ob Sie mit Ihrem Verdacht richtig liegen und wie weit die Erkrankung bei Ihrem Hund bereits fortgeschritten ist.

Magengeschwür beim Hund: Möglichkeiten zur Behandlung

Anhand der Untersuchungsergebnisse entscheidet der Tierarzt, wie sich das Magengeschwür bei Ihrem Hund behandeln lässt. Zum Teil ist bereits die Kombination aus Antibiotika, Mitteln, die die Säureproduktion reduzieren, und einer vorübergehenden Diät ausreichend.

Im Falle von Komplikationen wie starken Blutungen ist es allerdings durchaus auch möglich, dass Ihr Hund aufgrund seines Magengeschwürs operiert werden muss. Dabei kann die Blutung gestoppt oder das Geschwür auch komplett entfernt werden.

Prognose für Hunde mit einem Magengeschwür

Die Prognose für Hunde mit einem Magengeschwür hängt im Wesentlichen davon ab, wann dieses erkannt und behandelt wird und ob es Komplikationen verursacht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie beim Auftreten entsprechender Symptome zeitnah einen Termin mit dem Tierarzt vereinbaren.

Magengeschwür beim Hund: Möglichkeiten zur Vorbeugung

Im Idealfall lassen Sie es natürlich gar nicht erst so weit kommen, dass sich bei Ihrem Hund ein Magengeschwür bilden kann. Neben einer ausgewogenen Ernährung mit einem hochwertigen Futter, das Ihr Hund gut verträgt, sollten Sie zu diesem Zweck auch darauf achten, übermäßigen Stress zu vermeiden.

Denn das Sprichwort “Stress schlägt auf den Magen.” gilt ebenso für Ihren Hund. Das ist auch der Grund, warum Sport- und Arbeitshunde überdurchschnittlich oft an einer Gastritis und im weiteren Verlauf dann schließlich an einem Magengeschwür erkranken.

Die Behandlung eines Magengeschwürs beim Hund ist teuer

Für die Behandlung des Magengeschwürs bei Ihrem Hund müssen Sie oft mit hohen Tierarztkosten rechnen. Alleine für die notwendige Blutuntersuchung werden meist bereits mehr als 100 Euro fällig. Wird darüber hinaus eine Endoskopie (Magenspiegelung) durchgeführt, steigt der Rechnungsbetrag noch weiter an.

Dazu kommen dann noch Medikamente, die Ihr Hund aufgrund seines Magengeschwürs einnehmen muss. Spätestens wenn eine Operation erforderlich ist, liegen die Behandlungskosten in einem Bereich, der die meisten Normalverdiener in ernste Schwierigkeiten bringen dürfte.

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