Mittelschnauzer

Mittelschnauzer

Der Mittelschnauzer ist ein mittelgroßer Hund aus Deutschland. Er wird zum Teil auch als Standardschnauzer oder einfach nur als Schnauzer bezeichnet. Die lebhaften Vierbeiner gelten als intelligent und können bisweilen etwas eigenwillig sein. Dennoch eignet sich der Mittelschnauzer hervorragend als Familienhund.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • FCI: Gruppe 2, Sektion 1.2, Standard Nr. 182 (ohne Arbeitsprüfung)
  • Lebenserwartung: 13 bis 16 Jahre
  • Herkunft: Deutschland
  • Größe: 45 – 50 cm
  • Gewicht: 14 – 20 kg
  • Farben: Schwarz oder Pfeffersalz
  • Charakter: temperamentvoll, dickköpfig, freundlich, lebhaft, anhänglich, mutig

Herkunft und Geschichte des Mittelschnauzers

Der Mittelschnauzer ist der älteste der drei Rassen, die heute als Schnauzer anerkannt werden. Er stammt vermutlich aus Süddeutschland, wo er bereits im 19. Jahrhundert als Wachhund sowie zum Jagen von Mäusen und Ratten eingesetzt wurde.

Damals wurden Schnauzer und Pinscher allerdings noch nicht voneinander unterschieden. Aufgrund seines rauhaarigen Fells wurde der Mittelschnauzer daher einfach als rauhaariger Pinscher bezeichnet.

Das änderte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts, als der 1895 in München gegründete Pinscher und Schnauzer Club e.V. für den Schnauzer einen eigenen Rassestandard festlegte. Heute werden neben dem Mittelschnauzer noch der größere Riesenschnauzer sowie der kleinere Zwergschnauzer als eigenständige Rassen anerkannt.

Laut Angaben des Schnauzer und Pinscher Clubs werden aktuell in Deutschland jedes Jahr ungefähr 1.000 Welpen des Mittelschnauzers geboren.

Beschreibung des Mittelschnauzers

Mit ein wenig Glück können sich Halter eines Mittelschnauzers über eine Lebenserwartung von bis zu 16 Jahren freuen. Die mittelgroßen Tiere erreichen eine Schulterhöhe von 45 bis 50 Zentimetern, wobei der Rassestandard keine gesonderten Vorgaben für Rüden und Hündinnen vorsieht.

Das Gewicht des Standardschnauzers bewegt sich bei 14 bis 20 Kilogramm. Der Schnauzer ist ein kräftiger Hund mit einem quadratischen Körperbau und einem kräftigen, langgestreckten Kopf. Er besitzt hoch angesetzte Klappohren sowie dunkle, nach vorne gerichtete Augen.

Die Rückenlinie des Mittelschnauzers fällt leicht nach hinten ab. Seine Brust ist gut ausgeprägt und sein Bauch mäßig aufgezogen. Der Schnauzer besitzt muskulöse Läufe, wobei die Vorderläufe senkrecht und die Hinterläufe schräg stehen.

Wie bei allen Schnauzertypen ist das charakteristischste Merkmal der Rasse jedoch ohne Zweifel die ausgeprägte Gesichtsbehaarung in Form von langen Augenbrauen und einem auffallenden Schnauzbart. Hinsichtlich der Fellfärbung erlaubt der Rassestandard Schnauzer in schwarz oder pfeffersalz.

Wesen des Mittelschnauzers

Der ursprüngliche Einsatzzweck des Schnauzers erforderte ein furchtloses und mutiges Wesen, das auch heute noch zu den typischen Charaktereigenschaften der Rasse zählt. Davon abgesehen ist der Mittelschnauzer recht lebhaft und temperamentvoll.

Zu Aggressivität neigt er dabei jedoch nicht. Stattdessen ist er ein überaus freundlicher und gutmütiger Hund, der zu seinen Besitzern eine sehr enge Bindung aufbaut. Gegenüber Fremden verhält er sich in der Regel zurückhaltend und distanziert.

Ein Wesenszug, der den Umgang mit dem Mittelschnauzer gelegentlich zur Herausforderung macht, ist sein Starrsinn. Wer einen Hund sucht, der sich bedingungslos unterordnet und beliebig herumkommandieren lässt, dürfte mit einem Schnauzer eher nicht glücklich werden.

Mögliche Einsatzbereiche für den Mittelschnauzer

Mittelschnauzer sind anpassungsfähige und intelligente Hunde, deren Erziehung einer gewissen Konsequenz bedarf. Zudem ist es wichtig, die agilen Vierbeiner ausreichend zu beschäftigen und sowohl geistig als auch körperlich auszulasten.

Zu diesem Zweck sind zum Beispiel folgende Hundesportarten geeignet:

  • Agility
  • Obedience
  • Turnierhundesport
  • Fährtenarbeit

Während der größere Riesenschnauzer häufig als Diensthund zum Einsatz kommt, erfreut sich der Standardschnauzer vor allem als Familien- und Begleithund recht großer Beliebtheit. Darüber hinaus eignet er sich aufgrund seiner Wachsamkeit nach wie vor auch als Wachhund, der sich zuverlässig durch Bellen bemerkbar macht.

Mittelschnauzer Krankheiten

Beim Mittelschnauzer handelt es sich um eine recht robuste Hunderasse, die als wenig anfällig für bestimmte Krankheiten gilt. Allerdings besteht bei ihm genetisch bedingt ein gewisses Risiko für Probleme mit den Augen und der Hüfte.

Falls Sie sich für die Anschaffung eines Mittelschnauzers interessieren, sollten Sie sich deshalb unbedingt an einen seriösen Züchter wenden. Denn andernfalls kann es durchaus noch zu weiteren Gesundheitsproblemen, wie zum Beispiel Tumorerkrankungen, kommen.

Zudem empfehlen wir Ihnen für Ihren Mittelschnauzer den Abschluss einer Hundekrankenversicherung. Auf diese Weise müssen Sie sich keine Sorgen um hohe Tierarztrechnungen machen und können Ihrem Vierbeiner stets die bestmögliche Behandlung zuteil werden lassen.

Eine gewissenhafte Fellpflege ist beim Standardschnauzer Pflicht

Der Standardschnauzer gehört zu den Rassen, bei denen eine gründliche Fellpflege sehr wichtig ist. Wie bei anderen rauhaarigen Hunden muss sein Fell ungefähr zwei- bis dreimal im Jahr getrimmt werden.

Trimmen und regelmäßiges Bürsten verhindern, dass die Haare verfilzen. Das hat nicht nur Vorteile für das Erscheinungsbild des Schnauzers, sondern reduziert gleichzeitig auch das Risiko für Hautparasiten.

Sollten Sie es sich nicht zutrauen, das Fell Ihres Schnauzers selbst zu kürzen, wenden Sie sich zu diesem Zweck am besten an einen Hundefriseur in Ihrer Nähe.

FCI, Hunderasse, Hunderassen, Mittelgroße Hunde

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