Psychotherapie mit Hund

Psychotherapie mit Hund

Tiergestützte Therapieverfahren, bei denen ein ausgebildeter Therapiehund als Unterstützung des menschlichen Therapeuten zum Einsatz kommt, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ein Bereich, in dem sich auf diese Weise gute Erfolge erzielen lassen, ist die Psychotherapie mit Hund.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, was Patienten dort erwartet, wann eine Psychotherapie mit Hund besonders sinnvoll ist und welche Vorteile der ungewöhnliche Behandlungsansatz mit sich bringen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ein Therapiehund kann den menschlichen Therapeuten bei der Psychotherapie unterstützen.
  • Der Kontakt mit dem Hund hilft Patienten oft dabei, schnellere Fortschritte bei ihrer Therapie zu machen.
  • Kinder können meist besonders stark von einer Psychotherapie mit Hund profitieren.
  • Mittlerweile gibt es auch Kliniken, in denen der eigene Hund zur Psychotherapie mitgebracht werden kann.
  • Obwohl Hunde oft ein sinnvolles Hilfsmittel sind, können sie den menschlichen Therapeuten nicht ersetzen.

Hunde zur Unterstützung in der Psychotherapie?

Die Idee, dass ein Hund in der Psychotherapie von Nutzen sein kann, mag vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig klingen. Allerdings erweisen sich tiergestützte Therapieverfahren in der Praxis tatsächlich als ausgesprochen wirkungsvoll.

Das liegt unterem an der Fähigkeit von Hunden, die Gefühle von Menschen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Der Therapeut kann das Verhalten des Tieres beobachten und daraus sehr leicht Rückschlüsse ziehen, die für den Verlauf der Therapie hilfreich sein können.

Zudem unterstützt der Hund den Patienten bei der Psychotherapie dabei, sich zu entspannen und gegenüber dem Therapeuten zu öffnen. Denn der Körperkontakt mit dem Vierbeiner führt unter anderem zu einer Blutdrucksenkung sowie zur Ausschüttung der Glückshormone Oxytocin und Endorphin.

Der Patient hat die Wahl

Natürlich fühlt sich nicht jeder Mensch in Gegenwart eines Hundes gleichermaßen wohl. Einige Menschen haben sogar regelrecht Angst vor Hunden und dürften daher wenig Interesse an einer Psychotherapie mit Hund haben.

Selbstverständlich wird Sie kein seriöser Psychologe dazu zwingen, dieses Therapieangebot wahrzunehmen. Sollten Sie die Anwesenheit des Vierbeiners nicht wünschen, können Sie dies Ihrem Therapeuten vor der ersten Sitzung problemlos mitteilen.

Doch auch wenn Sie sich dafür entscheiden, mit dem Therapiehund zu arbeiten, bleibt es stets Ihnen überlassen, wie nah Sie dem Tier kommen möchten. Sie können während der Psychotherapie mit dem Hund spielen und ihn streicheln oder sich auch darauf beschränken, dass der Vierbeiner sich nur passiv im Behandlungszimmer aufhält.

Möglicherweise brauchen Sie am Anfang einfach etwas Zeit, um sich an den vierbeinigen Therapiehelfer zu gewöhnen und Vertrauen aufzubauen.

Der eigene Hund als Begleiter bei der Psychotherapie

Die meisten Hundehalter bauen eine sehr enge Bindung zu ihrem vierbeinigen Begleiter auf. Wenn eine mehrwöchige stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Klinik notwendig ist, ist der Trennungsschmerz daher oft groß.

Aus diesem Grund ist es in manchen Kliniken mittlerweile möglich, den eigenen Hund mitzunehmen und ihn sogar aktiv in die Psychotherapie mit einzubeziehen.

Dadurch lässt sich nicht nur eine längere Trennung von Mensch und Tier vermeiden, sondern oftmals auch das Verhältnis zwischen dem Halter und seinem Hund verbessern. Darüber hinaus hat der Therapeut so die Möglichkeit, den Umgang des Besitzers mit seinem Vierbeiner zu beobachten und dabei gewonnene Erkenntnisse in die Psychotherapie einfließen zu lassen.

Die Psychotherapie mit Hund ist kein Wundermittel

In vielen Fällen wirkt sich ein Hund als Unterstützung in der Psychotherapie äußerst positiv auf die Behandlungsfortschritte aus. Er spendet Patienten Trost, hilft ihnen dabei zur Ruhe zu kommen, sich zu öffnen und psychische Probleme leichter zu überwinden.

Nichtsdestotrotz hat die Psychotherapie mit Hund natürlich auch ihre Grenzen. Ein Therapiehund ist weder ein Wundermittel noch ein Ersatz für einen Psychologen. Vielmehr ist er ein wirkungsvolles Hilfsmittel, das den eigentlichen Therapeuten bei seiner Arbeit unterstützt und den Therapieerfolg verbessern kann.

Fazit: eine Psychotherapie mit Hund kann den Durchbruch bringen

Viele Patienten können von Hunden als Co-Therapeuten profitieren und so deutlich schnellere Fortschritte bei ihrer Psychotherapie machen. Daran ändert auch die Tatsache, dass die Vorteile von Therapiehunden von vielen Menschen noch immer kritisch betrachtet werden, nichts.

Für den Fall, dass Sie selbst vorhaben, eine Gesprächstherapie in Anspruch zu nehmen, ist eine Psychotherapie mit Hund daher mit Sicherheit ein sinnvoller Ansatz, über den Sie zumindest nachdenken sollten.

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