Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback
@u_m8a0uoye / Pixabay

Der Rhodesian Ridgeback ist ein großer Hund, der ursprünglich aus Simbabwe und Südafrika stammt, wo er für die Jagd auf Großwild gezüchtet wurde. Neben seiner Eignung als Jagdhund erweist er sich auch als leistungsfähiger Rettungshund und Mantrailer.

Eine Haltung als Familienhund ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollten Halter eines Rhodesian Ridgebacks eine gewisse Erfahrung in Sachen Hundeerziehung mitbringen und der Sozialisation ihres Vierbeiners von Anfang an genug Aufmerksamkeit schenken.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • FCI: Gruppe 6, Sektion 3, Standard Nr. 146 (ohne Arbeitsprüfung)
  • Lebenserwartung: 10 bis 12 Jahre
  • Herkunft: Simbabwe und Südafrika
  • Größe: Rüden 63 – 69 cm / Hündinnen 61 – 66 cm
  • Gewicht: Rüden circa 36,5 kg / Hündinnen circa 32 kg
  • Farbe: Weizenfarben
  • Charakter: treu, lernwillig, intelligent, zuverlässig, wachsam

Herkunft und Geschichte des Rhodesian Ridgebacks

Der Rhodesian Ridgeback stammt von alten Hunden aus dem südlichen Afrika ab und ist zurzeit die einzige anerkannte Hunderasse aus dieser Region. Die britischen Kolonialherren kreuzten die Hunde der einheimischen Völker mit anderen Rassen und nutzen die daraus entstandenen Tiere als Wachhunde für ihre Farmen sowie für die Jagd auf Löwen und anderes Großwild.

Der erste Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback wurde im Jahr 1922 durch den Briten Francis Richard Barnes aufgestellt. Er basierte auf dem Rassestandard des Dalmatiners und wurde 1926 durch den Verband Kennel Union des südlichen Afrikas anerkannt.

Beschreibung des Rhodesian Ridgebacks

Der Rhodesian Ridgeback erreicht ein durchschnittliches Alter von 10 bis 12 Jahren. Rüden werden zwischen 63 und 69 Zentimeter groß und ungefähr 36,5 Kilogramm schwer. Hündinnen sind mit einer Schulterhöhe von 61 bis 66 Zentimetern und einem Gewicht von ungefähr 32 Kilo etwas kleiner und leichter.

Der Körperbau des Rhodesian Ridgebacks ist ausgewogen und muskulös, ohne dabei übermäßig gedrungen zu wirken. Er besitzt eine tiefe Brust sowie mäßig gewölbte Lenden. Sein Fell ist glatt und kurz. Es darf laut Rassestandard entweder hell oder rot weizenfarben sein.

Der Rhodesian Ridgeback darf eine leberfarbene Nase mit bernsteinfarbenen Augen oder eine schwarze Nase mit dunklen Augen haben. Seine mittelgroßen Ohren sind hoch angesetzt und liegen dicht am Kopf an.

Insgesamt zeichnet sich der Rhodesian Ridgeback durch ein imposantes und anmutiges Erscheinungsbild, das auf einen starken und leistungsfähigen Hund schließen lässt, aus.

Wesen des Rhodesian Ridgebacks

Der Rhodesian Ridgeback ist weder übermäßig scheu noch aggressiv. Er baut eine enge Bindung zu seinem Besitzer auf und erweist sich diesem als treuer und zuverlässiger Begleiter.

Der Rhodesian Ridgeback gilt als lernwillig und intelligent. Seine Umgebung behält er auch in Ruhepausen stets wachsam im Auge. Zu häufigem Bellen neigt er dabei jedoch nicht.

Aufgrund seines ursprünglichen Zuchtzwecks besitzt der Rhodesian Ridgeback natürlich auch heute noch einen gewissen Jagdtrieb, den Halter dieser Rasse im Hinterkopf behalten sollten.

Wird er mit dem notwendigen Sachverstand erzogen und sozialisiert, eignet sich der Rhodesian Ridgeback auch als Hund für Familien mit Kindern. Anfänger sollten sich jedoch lieber für eine andere Rasse entscheiden und die Haltung der kraftvollen Tiere erfahrenen Hundebesitzern überlassen.

Mögliche Einsatzbereiche für den Rhodesian Ridgeback

In seiner ursprünglichen Heimat wurde der Rhodesian Ridgeback vor allem als zuverlässiger Jagdhund bei der Schweiß- und Fährtenarbeit geschätzt. In Europa hat er in diesem Bereich jedoch keine nennenswerte Bedeutung. In Deutschland zählt er daher noch nicht einmal zu den anerkannten Jagdgebrauchshunderassen.

Neben seinem eigentlichen Zuchtzweck eignet sich der Rhodesian Ridgeback hervorragend als Rettungs- oder Personenspürhund, der mit einem außerordentlichen Arbeitseifer zu überzeugen weiß.

Wer einen Rhodesian Ridgeback als reinen Begleithund halten möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Rasse einen hohen Bewegungsdrang hat und ausreichend ausgelastet werden muss. Regelmäßiger Hundesport ist daher schon fast obligatorisch und hilft dabei, den Rhodesian Ridgeback sowohl geistig als auch körperlich zu fordern.

Als Beschäftigung kommen für den Rhodesian Ridgeback zum Beispiel folgende Hundesportarten infrage:

    • Agility
    • Mantrailing
    • Obedience
    • Dummytraining
    • Coursing

Rhodesian Ridgeback Krankheiten

Der Rhodesian Ridgeback ist eine robuste Hunderasse, die allerdings durchaus eine gewisse Prädisposition für einige Krankheiten aufweist. Dazu zählt unter anderem Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), die beim Rhodesian Ridgeback vergleichsweise häufig auftritt.

Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für ein Erkranken am sogenannten Wobbler-Syndrom, das durch Schäden an den Nerven im Rückenmark ausgelöst wird.

Darüber hinaus kann es beim Rhodesian Ridgeback zu Symmetrischer Lupoider Onychodystrophie (SLO) kommen. Diese Krankheit führt zu Schmerzen in den Zehen sowie zu brüchigen Krallen, die bei betroffenen Tieren immer wieder ausfallen.

Mit einer Hundekrankenversicherung von Petplan schützen Sie sich und Ihren Rhodesian Ridgeback optimal vor hohen Tierarztkosten.

Woher der Ridgeback seinen Namen hat

Seinen Namen verdankt der Rhodesian Ridgeback dem sogenannten Ridge auf seinem Rücken. Dabei handelt es sich um einen charakteristischen Haarkamm, bei dem das Fell entlang der Wirbelsäule entgegen der Wuchsrichtung des übrigen Fells wächst.

Aus medizinischer Sicht stellt der Ridge eigentlich eine milde Form eines offenen Rückens (Spina bifida), die durchaus zu Komplikationen führen kann, dar. Nichtsdestotrotz war dieses Merkmal bei der Zucht des Rhodesian Ridgebacks lange Zeit ausdrücklich erwünscht.

Der britische Rasseclub forderte daher bis zum Jahr 2008 sogar, dass Welpen ohne Ridge getötet werden. Mittlerweile wurde diese Vorschrift jedoch glücklicherweise gestrichen.