Tierkrankheiten C

Canine Herpesvirusinfektion (Hund):

Die auch als „Welpensterben“ bezeichnete Canine Herpesinfektion ist streng wirtsspezifisch, so dass keine Gefahr einer Infektion für Menschen oder andere Tierarten besteht. Verursacht wird die Virusinfektion beim Hund durch das Canine Herpesvirus des Typs 1 (CHV-1); analog zu einer Herpesinfektion beim Menschen bleiben die Herpesviren ein Leben lang im Körper des Hundes, so dass stets eine latente Infektion besteht und eine Reaktivierung beispielsweise durch ein geschwächtes Immunsystem (Erkrankungen, Stress etc.) möglich ist. Die Leitsymptome sind der plötzliche Tod bei Welpen, Totgeburten, Durchfall, Husten und Schnupfen. Bei Welpen verläuft eine Infektion bis zur dritten Lebenswoche meist tödlich. Dennoch sollte bei Welpen jedes Alters versucht werden, mit Infusionen den durch Durchfall bedingten Flüssigkeitsverlust auszugleichen und die Tiere warm zu halten. Bei ausgewachsenen Tieren ist die Symptomatik milder, so dass keine Behandlung nötig ist.

 

Cauda-equina-Kompressions-Syndrom (Hund):

Bei dieser Erkrankung, die auch unter dem Namen degenerative lumbosakrale Stenose bekannt ist und wörtlich übersetzt „Pferdeschweif“ heißt, handelt es sich um eine degenerative neurologisch bedingte Veränderung bzw. Kompression der Cauda equina (d.h. der Nervenwurzeln des Rückenmarks), die zwischen der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein liegen. Das Leitsymptom sind Rückenschmerzen und die Diagnose kann schwierig sein. Die Therapie des Cauda-equina-Kompressions-Syndroms kann sowohl konservativ (v.a. bei leichter Symptomatik mithilfe von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Präparaten) als auch chirurgisch stattfinden und ist meist vom weiteren Einsatz des Tieres abhängig.

 

 

Cherry-Eye/Nickhautvorfall (Hund, Katze):

Bei einem Nickhautvorfall ist eine zusätzliche Bindehautfalte des Hundes, die sich im nasenseitigen Augenwinkel befindet – das sogenannte dritte Augenlied – auch sichtbar, wenn das Auge geöffnet ist. Nickhautvorfälle haben unterschiedliche Ursachen und können ein- oder beidseitig vorliegen. Je nach Ursache variieren Diagnose- und Therapieverfahren eines Nickhautvorfalls beim Hund. Im Allgemeinen werden folgende Ursachen unterschieden:

  • Schmerzen (z.B. durch Augenentzündungen oder Fremdkörper im Auge)
  • Vorfall der Nickhautdrüse durch Bindegewebsschwäche
  • Vorfall der Nickhaut durch neurologische Erkrankung
  • Nickhautvorfall aufgrund von Tumoren
  • umgeknickter Nickhautknorpel/Blinzknorpel
  • genetische Ursachen
  • ungeklärte Ursachen (meist mit Spontanheilungen nach einer gewissen Zeit)

 

Die Ursachen für Nickhautvorfälle bei Katzen sind:

  • ein gestörtes Allgemeinbefinden (beispielsweise durch Durchfall, Erbrechen oder Fieber)
  • schwere Allgemeinerkrankungen (z.B. Katzenschnupfen)
  • Horner Syndrom
  • Wurmbefall
  • Bindehautentzündungen
  • Schmerzen
  • Tumore
  • Zurückziehen bzw. Verkleinerung des Augapfels

 

Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache des Nickhautvorfalls.

 

Cheyletiellose (Hund, Katze, Kaninchen):

Bei einer Cheyletiellose handelt es sich um einen Pelzmilbenbefall. Pelzmilben gehören zu den Spinnentieren, vollziehen all ihre Entwicklungsstadien auf demselben Wirt und erreichen eine Größe von bis zu 0,5 Millimetern. Die Cheyletiellen sind hochansteckend und können verschiedene Tierarten (Frettchen, Meerschweinchen etc.) sowie den Menschen befallen. Die Leitsymptome sind Juckreiz und Schuppenbildung. Zur Behandlung dienen Sprays, Shampoos, Tabletten oder Spot-On-Präparate verschiedener Wirkstoffe, wobei die Therapie mindestens über sechs Wochen erfolgen sollte. Falls sich in einem Haushalt mehrere Tiere befinden, sollten alle gleichzeitig therapiert werden.

 

Cushing Syndrom:

Bei einer Morbus Cushing Erkrankung wird durch eine Überfunktion er Nebennierenrinde zu viel körpereigenes Kortisol, durch welches diverse Hormone produziert werden, gebildet. Derzeit sind für das Cushing Syndrom beim Hund drei Ursachen bekannt:

  • Tumor der Hirnanhangdrüse: Bei mehr als 80 Prozent der Hunde, die an Morbus Cushing erkrankt sind, ein Tumor der Hirnanhangdrüse die Ursache.
  • Tumor der Nebenschilddrüse: Circa 15 bis 20 Prozent der Morbus Cushing-Fälle werden durch einen Tumor der Nebenschilddrüse verursacht.
  • Applikation von Kortison: Durch das Applizieren von kortisonhaltigen Präparaten (Tablette, Cremes, Salben, Ohrentropfen oder Injektionen) über einen längeren Zeitraum kann Morbus Cushing verursacht werden

Die Leitsymptome sind Veränderungen des Fells sowie vermehrter Urinabsatz und starker Durst. Die jeweilige Therapie ist abhängig von der diagnostizierten Ursache, d.h. dem Grund der erhöhten Kortisol-Produktion. Weitere Faktoren, die bei der Therapie zu berücksichtigen sind, sind das Alter des Tieres, der allgemeine Gesundheitszustand des Hundes sowie der finanzielle Background der Hundebesitzer.

 

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