Tierkrankheiten D

Darmverschluss (Hund):

Bei einem Darmverschluss – auch als Ileus bezeichnet – handelt es sich um eine Blockierung der Darmpassage. Bei einem Darmverschluss handelt es sich um eine lebensbedrohliche Situation, deren Ursachen folgende sein können:

  • Fremdkörper (Haarballen, Steine, Spielzeug, Knochen etc.)
  • starker Parasitenbefall
  • Tumore
  • Darmverdrehungen
  • Verstopfung
  • Einstülpung des Darms
  • Darmlähmung

Das Leitsymptom ist Erbrechen. Da es sich bei einem Darmverschluss in der Regel um einen Notfall handelt, ist schnellstmöglich ein Tierarzt aufzusuchen. Meist wird der Darmverschluss operativ behoben, wobei anschließend eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika, Schmerzmitteln und ggf. Infusionen erfolgt.

 

Dauerrolligkeit (Katze):

Katzen haben keinen zyklischen Eisprung und die geschlechtliche Reizung wird – anders als beim Menschen – beim Deckakt ausgelöst. Findet keine Befruchtung statt, kommt es zu einer Rückbildung der Follikel am Eierstock, so dass die Kätzin nach circa zwei bis drei Wochen erneut rollig wird. Sollte der Deckakt, d.h. bei einer Katze auch der Eisprung, jedoch mehrmals ausbleiben, kommt es zu einer Verkürzung des Zeitraums, bis die Kätzin erneut rollig ist, so dass sie bei kontinuierlichem Ausbleiben dauerrollig wird. Folge einer Dauerrolligkeit sind meist Zysten an den Eierstöcken, die tumorös entarten können.

Die einfachste Therapiemethode besteht in der Kastration der Kätzin, wobei auch eine hormonelle Unterdrückung der Rolligkeit möglich ist.

 

Dehydration:

Unter dem Begriff „Dehydration“ wird im Allgemeinen ein Wassermangel des Körpers verstanden. Da alle Säugetiere überwiegend aus Wasser bestehen, kann eine Dehydration ernsthafte Folgen nach sich ziehen. Um herauszufinden, ob ein Hund oder eine Katze dehydriert ist, sollte man die Haut im Nacken des Tieres zwischen zwei Fingern nach oben ziehen und wieder loslassen. Zieht sich das Fell nicht sofort wieder in die Ausgangslage zurück, sondern reagiert verlangsamt oder bleibt kurz stehen, ist von einer Dehydration auszugehen und ein Tierarzt zu konsultieren.

 

Demodikose (Hund, Kaninchen):

Bei Demodikose handelt es sich um einen Befall des Tieres mit Haarbalgmilben. Bei Hunden wird die Erkrankung durch einen Befall mit Ektoparasiten (Demodex canis, Demodex cornei oder Demodex injai) verursacht, wobei die Demodex-Milben meist vom Muttertier beim Säugen auf die Welpen übertragen werden. Bis dato ist unklar, ob die Demodex-Milben auch direkt von Hund zu Hund übertragen werden können. Die Leitsymptome sind Haarausfall und Juckreiz. Bei der Therapie wird zwischen der lokalisierten Form, die häufig unproblematisch wieder abheilt, und der generalisierten Form der Demodikose differenziert. Die generalisierte Demodikose wird beispielsweise durch Spot-On-Präparate, Lösungen oder Injektionen behandelt, wobei nicht alle Präparate bei jedem Hund wirksam sind. Meist ist es notwendig, verschiedene Medikamente auszuprobieren, bis eine vollständige Heilung erreicht ist. In der Regel bestehen Sekundärinfektionen, die mit Antibiotika behandelt werden.

 

Diabetes mellitus (Hund, Katze, Kaninchen):

Bei der Zuckerkrankheit bzw. Diabetes mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der eine übermäßige Erhöhung des Blutzuckerspiegels besteht. Normalerweise der Blutzuckerspiegel bis auf kleine Schwankungen vom Körper konstant gehalten. Nimmt ein Tier Nahrung auf, steigt auch der Zuckerspiegel im Blut und die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, so dass die Zellen Zucker aufnehmen können. Stresshormone wie beispielsweise Glukagon fungieren sozusagen als Kontrahenten des Hormons Insulin und sorgen für ein Absinken des Blutzuckerspiegels. Ist ein Tier an Diabetes mellitus erkrankt, ist die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört, so dass dieser stets erhöht ist. Im Allgemeinen wird zwischen Diabetes des Typs 1 und Diabetes des Typs 2 differenziert, wobei die Leitsymptome bei beiden eine Abmagerung trotz guter Futteraufnahme und vermehrter Durst sind. Zur Therapie wird eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Insulin-Ersatz empfohlen.

 

Dilative Kardiomyopathie (DCM) (Katze):

Der Begriff „Dilative Kardiomyopathie“ bedeutet so übersetzt „krankhafte Erweiterung des Herzmuskels“. Die Krankheit gehörte lange zu den meist diagnostizierten Erkrankungen des Herzens bei Katzen. Die Leitsymptome sind Mattheit und Leistungsschwäche, wobei auch viele Katzen unter Atemnot leiden. Allgemein ist die Therapie der Ursache einer DCM nur dann möglich, wenn sie durch einen Mangel an Taurin verursacht wurde, denn diese Aminosäure kann als Nahrungsergänzung dem Futter beigemischt werden. Zur symptomatischen Therapie werden oftmals Diuretika und ACE-Hemmer verabreicht.

 

Distichiasis (Hund):

Liegt eine Distichiasis (auch zweite Wimpernreihe genannt) vor, befinden sich Wimpern bzw. Härchen am eigentlich glatten und unbehaarten Lidrand des Auges. Eine Distichiasis kann sowohl am Unter- als auch am Oberlid auftreten. An dieser Stelle sitzen die Ausführungsgänge der Meibom-Drüsen. Diese bilden normalerweise eine Substanz öliger Konsistenz, die in der Kombination mit Tränenflüssigkeit eigentlich nicht allzu schnell verdunstet. Liegt eine zweite Wimpernreihe vor, sprießen aus den Meibom-Drüsen kleine Haare, die entweder einzeln oder aber als sogenannte Haarnester auftreten. Die Leitsymptome dieser wahrscheinlich genetisch bedingten Erkrankung sind Tränenfluss und die Rötung des Auges. Zwar können zur Therapie die einzelnen Härchen einfach mit einer Pinzette entfernt werden, da sie jedoch wieder nachwachsen, ist eine elektrolytische Zerstörung der Haarfollikel unter Vollnarkose sinnvoller.

 

Durchfall (Hund, Katze, Kaninchen):

Leidet ein Tier unter Durchfall bzw. Diarrhoe, wird häufiger Kot abgesetzt als normal, welcher zudem wasserhaltiger und ungeformter ist. Die Konsistenz des abgesetzten Kotes kann dabei variieren, wobei dieser auch mit Blut oder Schleim versetzt sein kann. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen akuter und chronischer Diarrhoe: Bei einer akuten Erkrankung hat das Tier über ein bis zwei Tage Durchfall und bei chronischer Diarrhoe leidet das Tier mindestens zwei Wochen oder länger an Durchfall.

Eine Diarrhoe kann verschiedenste Ursachen haben, meist liegt entweder eine Störung des Darms vor oder der Durchfall ist eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung.

Ist die Diarrhoe durch eine Störung des Darms verursacht, kann dies bedingt sein durch:

  • falsches oder verdorbenes Futter bzw. das Fressen von Abfall
  • Viren oder Bakterien im Darm
  • Parasiten wie Würmer oder andere Einzeller
  • Tumore
  • einen Darmverschluss beispielsweise verursacht durch einen Fremdkörper
  • Entzündungen
  • Allergien z.B. auf eine bestimmte Futtersorte

 

Als Begleiterscheinung tritt Diarrhoe vor allem bei folgenden Erkrankungen auf:

  • Bauchspeicheldrüsen-, Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen wie zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, eine Bauchspeicheldrüsen- oder eine Schilddrüsenunterfunktion
  • Infektionskrankheiten wie Parvovirose oder Staupe
  • Vergiftungen beispielsweise mit Rattengift

 

Durchfall, der durch Bakterien, Parasiten oder Viren verursacht ist, kann für andere Tiere ansteckend sein. Neben dem Durchfall selbst treten bei vielen erkrankten Tieren oftmals noch Symptome wie Appetitlosigkeit, Erbrechen und Fieber auf. Oft wird Diarrhoe auch von Blähungen, Schmerzen und Krämpfen im Bauchbereich begleitet und die Tiere fühlen sich antriebslos, matt und schwach. Besonders gefährlich ist die durch akute Durchfälle verursachte Dehydration des Tieres, die bis zum Tod führen kann. Falls die Durchfallerkrankung länger anhält, dem Kot Blut oder Schleim beigemischt ist und das Tier unter Fieber, Atemnot und Erbrechen leidet, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, der dann entsprechende Therapiemaßnahmen einleitet. Neben einer medikamentösen Behandlung wird starker Dehydration in der Regel mit Infusionen entgegengewirkt.

Leidet ein Kaninchen an Durchfall, muss sofort ein Tierarzt aufgesucht und eine Therapie eingeleitet werden. Anders als bei Fleischfressern wie Katze und Hund führt eine Diarrhoe beim Kaninchen schnell zu einem lebensbedrohlichen Zustand.

 

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