Tierkrankheiten F

Fehldeckung (Hund)

Eine Fehldeckung wird auch als unerwünschte Gravidität bezeichnet. Hündinnen werden in der Regel zweimal im Jahr läufig. Circa zehn Tage nach Einsetzen der Läufigkeit ist die Hündin deckbereit. Dies macht sich durch einen blutigen Ausfluss bemerkbar. Ist der Rüde einmal auf die Hündin aufgesprungen, erfolgt relativ zeitnah die Ejakulation. Aus diesem Grund nützt es – um eine unerwünschte Trächtigkeit zu vermeiden – nichts, die Tiere vorzeitig voneinander zu trennen. Vielmehr sollte dies vermieden werden, da sich die Hunde hierdurch verletzen können. Eine unerwünschte Gravidität kann allerdings durch das Verabreichen von Hormonen unterbunden werden. Jedoch darf eine Gabe von Hormonen nur zwischen dem sechsten und dem sechzehnten Tag nach dem Deckakt erfolgen, wobei via Ultraschall überprüft werden sollte, ob die Behandlung erfolgreich war. Zwar ist es auch möglich, eine fehlgedeckte Hündin zu kastrieren, dies ist aber nicht empfehlenswert, da während einer Trächtigkeit die Gebärmutter der Hündin stärker durchblutet ist.

 

Feline Leukämievirus-Infektion (Katze)

Die Feline Leukämievirus-Infektion ist auch als Leukose sowie FeLV-Infektion bekannt und führt zu einer allgemeinen Immunschwäche, die mit einer Tumorbildung einhergeht. Im Allgemeinen wird das Virus über den Speichel sowie Urin und Kot ausgeschieden. Eine Übertragung kann jedoch schon durch das gegenseitige Putzen, Lecken, Beschnuppern oder Bisse sowie die gemeinsame Benutzung einer Katzentoilette erfolgen. Da die Viren außerhalb der Tiere nur kurzzeitig überleben können, ist die Hauptansteckungsart direkt von Tier zu Tier, wobei sich Katzenwelpen schon im Mutterleib infizieren können. Die Leitsymptome der Leukose sind Blutarmut, Tumorbildung sowie eine Immunschwäche, die zu häufigen Infektionen führt. Allerdings treten die ersten Symptome der Erkrankung erst ein bis zwei Jahre nach der Infektion auf. Die wichtigste Therapiemaßnahme ist, das Tier vor möglichen Sekundärinfektionen zu schützen. Sinnvoll ist es aus diesem Grund, die Katze nicht nach draußen zu lassen und von nicht erkrankten Artgenossen fernzuhalten, d.h., die Katze als Infektionsquelle zu isolieren. Eine Heilung der Erkrankung ist bis dato nicht möglich, deshalb kann lediglich eine symptomatische Behandlung mit Antibiotika und Chemotherapeutika erfolgen. Durch eine symptomatische Therapie können die Tiere noch ein paar Jahre relativ gut leben. Handelt es sich dagegen um eine schwere Form der Leukose, ist es in Erwägung zu ziehen, das erkrankte Tier einzuschläfern.

 

Felines Fibrosarkom (Katze)

Das Feline Fibrosarkom, auch als Impf-assoziiertes sowie Vakzine-assoziiertes Fibrosarkom oder Weichgewebesarkom bezeichnet, gehört zu den Hauttumoren, die bei Katzen am häufigsten vorkommen. Betroffen sind im Regelfall Katzen aller Rassen und sowohl weibliche als auch männliche Tiere, wobei das Risiko eines Fibrosarkoms ab dem 8. Lebensjahr steigt. Schätzungen besagen, dass circa eine von 100 Katzen, die älter ist als acht Jahre, an einem Fibrosarkom erkrankt. Oft treten Fibrosarkome zwischen den Schulterblättern oder an der seitlichen Brustwand auf. Da diese Körperregionen häufig für die Injektionen von Impfungen genutzt werden, vermuten Tiermediziner, dass Fibrosarkome durch die Impfungen ausgelöst werden, woher sich auch die Bezeichnung Impf-assoziiertes Fibrosarkom ableitet. Das Leitsymptom ist eine Vermehrung bzw. Erweiterung in der Unterhaut oder in der Haut. Im Allgemeinen sind die Tumore derb, knotig und lassen sich ertasten. Die wirksamste Therapie ist eine operative Entfernung der Sarkome und die Prognose ist am besten, wenn Chirurgie, Immun-, Strahlen- und Chemotherapie miteinander kombiniert werden.

 

Fell- und Wollefressen (Kaninchen)

Rupft sich ein Kaninchen selbstständig das Fell aus, bezeichnet man dies als Wolle- oder Fellfressen. Leidet ein Kaninchen dagegen an Haarausfall, verliert es sein Fell ohne Eigenaktivität. In der Regel wird Fell- oder Wollefressen von folgenden Faktoren verursacht:

  • Scheinträchtigkeit
  • starker Wurmbefall
  • Vergiftungen
  • Futtermängel, vor allem Rohfasermangel
  • im Zuge der Geburtsvorbereitung einer tragenden Häsin

Die Leitsymptome der Erkrankung sind ein durchgängig struppiges Fell sowie büschelweiser Haarausfall. In Ausnahmefällen bleibt die Kopfbehaarung erhalten, da die betroffenen Tiere das Fell in diesem Bereich nicht selbstständig rupfen können. Problematisch ist, dass durch das Fellfressen im Magen Haarballen entstehen, die weitere schwerwiegende Krankheitserscheinungen zur Folge haben können.

 

Fettlebersyndrom (Katze)

Das Fettlebersyndrom ist auch als hepatische Lipidose sowie Fettspeicherkrankheit der Leber bekannt. Verursacht wird das Fettlebersyndrom, wenn eine Katze, die zu Übergewicht neigt, nur noch geringe Mengen Futter aufnimmt oder ganz aufhört zu fressen. Ist dies der Fall, mobilisiert der Körper die Fettspeicher; allerdings können diese Fette – anders als beim Menschen – aufgrund fehlender Enzyme von der Katze nicht verstoffwechselt und vom Körper als Energielieferant genutzt werden. Stattdessen werden sie in den Leberzellen eingelagert und zerstören das Organ, sodass eine normale Leberfunktion verhindert wird. Gründe für einer vermindertet Nahrungsaufnahme der Katze sind beispielsweise Tumorerkrankungen, Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen oder eine Bauspeicheldrüsenentzündung etc. Leitsymptome sind Gewichtsabnahme, Futterverweigerung und Appetitverlust. Bei Katzen mit Fettlebersyndrom handelt es sich um sogenannte Intensivpatienten, deren Leben nur durch einen raschen und extensiven Therapiebeginn gerettet werden kann. Die Therapie selbst besteht in einer Zwangsfütterung sowie – wenn notwendig – Infusionen und der Gabe von Antibiotika zur Verminderung der Gefahr einer zusätzlichen Infektion.

 

Fettschwanz (Katze)

Diese Erkrankung wird auch als Entzündung des Schwanz-Drüsen-Komplexes bezeichnet. Gemeint ist die, nur wenige Zentimeter von der Schwanzbasis entfernte Oberseite des Schwanzes, auf der sich die Schwanzdrüse, das aus zahlreichen und sehr großen Talgdrüsen bestehende sogenannte Suprakaudalorgan, der Katze befindet. Verursacht wird die Erkrankung durch eine Entzündung des Suprakaudalorgans, wobei die Ursache hierfür bis dato unbekannt ist. Grundsätzlich erkranken sowohl weibliche als auch männliche Tiere gleichermaßen, wobei Perserkatzen häufiger betroffen sind. Das Leitsymptom ist ein fettiger Schwanzansatz und die Therapie besteht in der täglichen Säuberung des fettigen Schwanzansatzes mit einer desinfizierenden, milden Seifenlösung. Handelt es sich um eine schwere Entzündung, kann die Gabe von Antibiotika notwendig sein.

 

FIB (Katze)

Bei der „Felinen Infektiösen Peritonitis“ (FIP) handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das hochinfektiöse Feline Coronavirus verursacht wird, ausschließlich bei Katzen auftritt und weltweit verbreitet ist. Bei FIP kommt es zu einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis); manchmal ist aber auch nur das Brustfell betroffen. Äußert sich die Erkrankung klinisch, nimmt sie meist einen tödlichen Verlauf. Die Inkubationszeit von FIP kann bis zu vier Monate betragen und die Krankheit wird hauptsächlich durch infizierten Kot, Speichel oder Nasensekret übertragen. FIP wird in eine „feuchte Form“ und eine „trockene Form“ unterschieden, wobei sich die feuchte Form durch Flüssigkeitsansammlungen in der Bauch- oder Brusthöhle äußert, während die „trockene Form“ an knotigen Veränderungen im Bauchraum sowie der Brusthöhle, des Gehirns, der Organe oder der Augen erkennbar ist. Bis dato existiert keine erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeit von FIP, sodass die Erkrankung nach klinischer Manifestation binnen weniger Wochen zum Tod führt. Zwar gibt es eine Impfung gegen FIP, diese wird in der Forschung jedoch kontrovers diskutiert, da sie bis dato die Gefahr einer Infizierung in sich birgt.

 

FIV (Katze)

Die „Feline Immunschwächevirus Infektion“ (kurz FIV) wird auch als Katzen-AIDS oder Immundefizienzvirus-Infektion bezeichnet und führt bei Katzen zu einer allgemeinen Immunschwäche. Zwar ist das FI-Virus recht eng mit dem HI-Virus verwand, jedoch ist eine Übertragung von der Katze auf den Menschen unmöglich. Analog zum HI-Virus befallen die FI-Viren das körpereigene Abwehrsystem der Katzen und unterbinden die normale Entwicklung der weißen Blutzellen. Entsprechend können erkrankte Katzen bereits harmlose Infektionen nicht bekämpfen. Die Inkubationszeit nach einer FIV Infektion kann Monate oder Jahre betragen; zwar entwickelnd die Tiere in dieser Zeit Antikörper gegen das FI-Virus, allerdings können sie dieses nicht unschädlich machen. Die Übertragung des Virus erfolgt ausschließlich über direkten, intensiven Kontakt mit Speichel oder Blut, demnach sind in erster Linie Bisse für eine Ansteckung verantwortlich. Bis dato gibt es keine Behandlung, mit der eine FIV-Infektion geheilt werden kann. Allerdings ist die Prognose für Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, ein relativ stressfreies Leben führen und eine entsprechende symptomatische Behandlung erhalten, dahingehend positiv, dass sie sehr lange mit einer FIV-Infektion leben können.

 

Flankenalopezie (Hund)

Bei einer saisonalen Flankenalopezie – auch als zyklisch rekurrierenden Flankenalopezie oder kurz CRFA bezeichnet – tritt beim Hund zu bestimmten Jahreszeiten an der seitlichen Bauch- und Brustwand, d.h. an den Flanken, eine Haarlosigkeit auf. Verursacht wird CRFA durch eine übergangsweise Haarbildungsstörung in den Haarfollikeln. Bis dato konnte die Ursache für die saisonale Flankenalopezie nicht geklärt werden. Das Leitsymptom ist symmetrischer Haarausfall, wobei selbiger bei den meisten Tieren im Herbst beginnt, sich im Winter fortsetzt und erst im Frühling nachlässt, so dass die Haare wieder beginnen zu wachsen. Insgesamt sind einige Hunderassen wie beispielsweise Englische Bulldoggen, Boxer und Airdale Terrier häufiger betroffen als andere Rassen oder Mischlinge. Dabei scheinen Deutsche Schäferhunde und Cocker Spaniel resistent gegen CRFA zu sein. In der Regel ist eine Therapie nicht notwendig, da es sich vorwiegend um ein kosmetisches Problem handelt.

 

Fliegenmadenbefall (Kaninchen, Hund, Katze)

Bei einem Fliegenmadenbefall, auch als Myiasis, Fliegenlarvenkrankheit und Hautmadenfraß bekannt, legen erwachsene Fleisch- und Schmeißfliegen ihre Eier in die Körperöffnungen oder (eitrigen) Wunden sowie in von Urin oder Kot verschmutzte Fellpartien der Tiere ab. Binnen weniger Stunden schlüpfen aus diesen Eiern Maden, deren Ernährung auf abgestorbenem (Zell-)Gewebe basiert. Während die Maden fressen, kommt es zu einer Sekretabsonderung, durch die das noch gesunde, umliegende Gewebe geschädigt wird. Eine Ansteckung kann nur direkt von einer Fliege erfolgen, sodass ein von Fliegenmaden befallenes Tier für andere Tiere keine Ansteckungsgefahr darstellt. Die Leitsymptome sind schlecht heilende, nässende Wunden sowie Madenbefall und die Therapie besteht im Absammeln der Maden beispielsweise mit einer Pinzette und einer darauffolgenden Desinfektion. Neben der symptomatischen Behandlung muss zwingend auch die Grunderkrankung des Tieres, die das Ablegen der Eier ermöglicht, behandelt werden.

 

Flohbefall (Kaninchen, Hund Katze)

Bei Flöhen handelt es sich um flügellose, seitlich abgeflachte, dunkelbraune Insekten, die eine Länge von zwei bis fünf Millimeter aufweisen und sich durch das Saugen von Blut ernähren. Flöhe können circa 25 bis 30 Zentimeter weit springen und so bei engem Kontakt von Tier zu Tier sowie von Tier zu Mensch und umgekehrt wandern. Die Leitsymptome bei einem Flohbefall sind durch den Flohstich ausgelöster Juckreiz sowie Flohkot, d.h. schwarze Krümel im Fell der Tiere. Therapiert wird ein Flohbefall durch eine medikamentöse Versorgung des betroffenen Tieres sowie eine Behandlung der Umgebung. Sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung empfehlen sich sogenannte Spot-On-Präparate. Darüber hinaus sollte das Tier, nachdem der Flohbefall erfolgreich bekämpft wurde, entwurmt werden, denn Flühe können Bandwürmer übertragen.

 

Flohspeichelallergie (Hund, Katze)

Die Flohspeichelallergie ist auch als Flohbissallergie, Flohallergie, Flohspeicheldermatitis sowie Flohdermatitis bekannt und zählt zu den häufigsten allergischen Hauterkrankungen bei Hund und Katze. Dabei befindet sich das eigentliche Allergen im Speichel der Flöhe und wird beim Flohbiss auf das Tier übertragen. Die Leitsymptome sind starker Juckreiz sowie juckende Hautveränderungen. Oftmals lecken, beißen oder kratzen die Tiere an diesen Stellen, es kommt zu blutigen Wunden und zu Haarausfall, sodass Sekundärinfektionen entstehen können. Liegt bei einem Tier eine Flohallergie vor, sollte das ganze Jahr über eine Flohbekämpfung erfolgen; bei einem akuten Flohbefall sollte dieser bekämpft, die Umgebung gründlich gereinigt und ein Spot-On-Präparat zur Therapie und Vorbeugung verwendet werden.

 

FLUTD (Katze)

FLUTD ist die Abkürzung für „Feline Lower Urinary Tract Disease“. Unter dieser Bezeichnung wird ein Komplex verschiedener Erkrankungen der Blase sowie der Harnröhre, also der unteren Harnwege, subsumiert. Da es sich um verschiedene Krankheiten handelt, haben sie auch unterschiedliche Ursachen: Neben einem klassischen Harnwegsinfekt, können Harnwegsobstruktionen oder eine idiopathische Zystitis (Blasenentzündung ohne genau definierbare Ursache) vorliegen. Charakteristische FLTUD-Symptome sind das Absetzen keiner Mengen von Harn, starker Harndrang mit Schmerzen beim Absetzen, blutiger Urin, Absatz von Urin an unerwünschten Stellen, es kann kein Urin abgesetzt werden sowie manisches Lecken in Genitalbereich.

 

Follikuläre Bindehautentzündung (Hund)

Bei einer follikulären Bindehautentzündung, die auch als Conjunctivitis follicularis oder Follikelkatarrh bezeichnet wird, handelt es sich um eine entzündliche Veränderung der Nickhaut des Hundes. Wie eine follikuläre Bindehautentzündung entsteht, ist bis dato unbekannt. Sicher ist, dass vor allem junge Hunde während des ersten Lebensjahres erkranken, was auf das noch nicht ausgereifte Immunsystem des Tieres zurückgeführt wird. Das Leitsymptom besteht in einem geröteten Auge und die Therapie erfolgt – insofern die Erkrankung nicht nach Vollendung des ersten Lebensjahres spontan abheilt – durch die Gabe kortisonhaltiger und antibiotischer Salben. Ausschließlich bei sehr schweren Fällen ist ein operativer Eingriff notwendig. Im Allgemeinen ist die Prognose bei einem Follikelkatarrh gut.

 

FORL (Katze)

FORL ist die Abkürzung für „Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen“ und bezeichnet eine Veränderung der Zahnsubstanz. Bis dato sind die Ursachen für FORL noch unbekannt, wobei in der Forschung angenommen wird, dass mehrere Variablen für das Auftreten dieser sehr schmerzhaften Zahnerkrankung verantwortlich sind. Entsprechend sind die Leitsymptome starke Zahnschmerzen sowie Zahnfleischentzündungen; daneben kommt es zu vermehrtem Speichelfluss und Mundgeruch. Da sich Zahnfüllungen als wirkungslos erwiesen haben, kann FORL lediglich durch das Ziehen von allen betroffenen Zähnen therapiert werden. Nach erfolgter Behandlung ist die Prognose relativ gut.

 

Fremdkörper in Magen und Darm ( Katze)

Vor allem junge Katzen sind sehr verspielt und neigen dazu nicht essbare Teile beispielsweise aus Metall, Kunststoff oder Gummi, die sie zum Spielen verwendet haben auch zu fressen. Meist werden diese unverdaulichen Gegenstände problemlos mit dem Kot ausgeschieden oder erbrochen. Bleiben sie jedoch im Magen-Darm-Trakt oder der Speiseröhre stecken, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Leitsymptome sind Speicheln, Würgen, Erbrechen, Verstopfungen sowie Schmerzen und Appetitlosigkeit. Je nachdem an welchem Ort sich der Fremdkörper befindet, variiert die Behandlung, um das unverdauliche Teil zu entfernen.

 

Fremdkörper in Maul, Rachen, Speiseröhre (Hund)

Die meisten Hunde fressen alles, was sie finden können, sodass die Symptome – nachdem ein Fremdkörper verschluckt bzw. gefressen wurde – je nach Ort des Steckenbleibens und der Größe des Gegenstandes variieren. Oft bestehen die Symptome in vermehrtem Speicheln, Würgen, Schmerzen und Atemnot, wobei in jedem Fall ein Tierarzt konsultiert werden sollte. Dieser wird nach einer eingehenden Diagnose den Fremdkörper – möglicherweise auch chirurgisch – entfernen.

 

Frühkastration (Kaninchen)

Der Begriff „Frühkastration“ bezeichnet die Kastration junger Kaninchen-Männchen, und zwar vor dem Eintreten der Geschlechtsreife. In der Regel erfolgt eine Frühkastration bei Zwergkaninchen bereits zwischen der achten und der zwölften Lebenswoche, definitiv aber vor Einsetzen der Geschlechtsreife. Da nicht alle Tierärzte eine frühe Kastration durchführen, ist es sinnvoll, einen Arzt zu suchen, der bereits über Erfahrung mit der Frühkastration verfügt.

 

FSME (Hund)

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, die auch als zentraleuropäische Zeckenenzephalitis bekannt ist. Diese Erkrankung wird durch Viren verursacht, die in Deutschland allerdings nur in bestimmten Risikogebieten, d.h. vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Teilen Thüringens, Hessen und von Rheinland-Pfalz vorkommen. Da hauptsächlich Menschen an FSME erkranken, treten klinische Symptome der Erkrankung bei Tieren nur selten auf. Übertragen wird FSME durch den Biss der Zecke Ixodes ricinus (Holzbock), und zwar direkt wenn die Zecke in die Haut einsticht. Da die Virenübertragung ausschließlich durch die Zecken erfolgt, können sich Menschen bei erkrankten Tieren nicht anstecken. Außer bei Hunden mit geschwächtem Immunsystem, die hohes Fieber, Bewegungsstörungen, Krampfanfälle und Übererregbarkeit aufweisen, verläuft die Erkrankung meist symptomfrei. Die Therapie erfolgt beim Hund nur symptomatisch.

 

Futtermittelallergie (Hund, Katze)

Bei einer Futtermittelallergie – auch als Nahrungs- oder Futterallergie bezeichnet – kommt es zu einer allergischen Reaktion auf einen Futtermittelbestandteil. In der Regel entwickeln sich Futtermittelallergien bei Hunden und Katzen relativ langsam. Treten sie einmal auf, ist das Leitsymptom starker Juckreiz bzw. stark juckende Veränderungen der Haut, die nahezu jeden Bereich des Körpers betreffen können. Behandelt wird eine Futtermittelallergie mit einer Eliminationsdiät. Ist das Allergen identifiziert, ist die Prognose bei strenger Einhaltung der Diät relativ gut.

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