Tierkrankheiten M

Magenblähung (Kaninchen) 

Vielleicht haben Sie schon einmal das Wort Trommelsucht aufgeschnappt. Dahinter verbirgt sich nicht anderes wie eine Tympanie, besser gesagt eine Magenblähung bei Kaninchen. Im Gegensatz zu großen Pflanzenfressern verfügt das Kaninchen über ein kleines Magensystem. Zudem ist dieses Organ nicht hoch entwickelt. Die Muskelschicht ist stattdessen dehnbar und dünn. Damit die Verdauungsvorgänge immer aufrechterhalten bleiben, muss das Tier ständig fressen. Liegt eine massive Ansammlung von Gras vor, dann kann sich daraus eine Magenblähung entwickeln. Keine ganz ungefährliche Situation. Zum einen wird dadurch das Zwerchfell eingeengt und zum anderen gerät die Atmung außer Kontrolle. In diesem Zustand ist sogar eine Atemnot möglich. Zahnerkrankungen, Haarballen oder blähende Nahrungsmittel können letztendlich die Ursache für eine Magenblähung sein.

 

Magenüberladung (Kaninchen) 

Eine sehr schmerzhafte Angelegenheit ist eine Magenüberladung bei einem Kaninchen. Von Natur aus sind Kaninchen ständig am Futtern. Nimmt das Tier allerdings ein stark quellendes Futter zu sich oder Haarballen haben sich im Verdauungstrakt festgesetzt, dann kann sich daraus eine Verstopfung entwickeln. Der angesammelte Futterbrei wird in dieser Phase nicht mehr in den Darmtrakt weitergeleitet. Neben den massiven Schmerzen kann unter Umständen sogar ein Kreislaufversagen eintreten. In diesem Fall wird es lebensgefährlich für das Kaninchen. Fressunlust ist ein klares Zeichen dafür, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Der Tierhalter sollte das Kaninchen im Auge behalten. Wirkt es unruhig oder knirscht mit den Zähnen, dann ist höchste Aufmerksamkeit gefragt. Ist das Tier am Bauch aufgequollen und Verhärtungen sind spürbar, dann ist der Tierarzt genau die richtige Adresse.

 

Magenumdrehungskomplex (Hund)

Bevor es zu einer Drehung des Magens um die eigene Längsachse kommen kann, muss zunächst eine Aufgasung und Dehnung erfolgen. Dieses Phänomen ist allerdings nicht ausgeschlossen. Wenn ein Magenumdrehungskomplex beim Hund stattfindet, dann entstehen zusätzliche Gase. Automatisch wird der Magen weiter aufgebläht. Der gedrehte Magen drückt wichtige Blutgefäße ab. Die Versorgungszufuhr zu Herz und Lunge wird unterbrochen. Extreme Herz-Kreislauf-Schäden treten auf. Aufgrund der mangelhaften Durchblutung kann Gewebe absterben. Der bereits geschwächte Kreislauf wird durch zusätzliche Giftstoffe belastet. Ein lebensgefährlicher Zustand für den Hund. Es muss umgehend gehandelt werden. Mehrere Faktoren sind für diese Erkrankung verantwortlich. Stress, verdorbenes Futter, genetische Veranlagung, zu schnelles Fressen, lange Autofahrten oder ein schmaler und tiefer Brustkorb. Auf die genaue Ursache möchten sich die Experten nicht festlegen.

 

Miliares Ekzem (Katze) 

Hinter dem Begriff Miliares Ekzem verbirgt sich ein Hautausschlag. Auf Anhieb ist dieses Ekzem nicht sichtbar. Jedoch kann man die winzig kleinen Krusten und Knötchen unter dem Fell mit den Fingern ertasten. Die Katzen werden von einem starken Juckreiz geplagt. Automatisch beginnen sie am Fell zu knabbern und kratzen. Die bereits vorgeschädigte Haut wird mit weiteren Bakterien übersät. Mitunter können eitrige Entzündungen auftreten. Viele Katzen neigen in dieser Phase zu einem starken Putztrieb. Das ständige Lecken trägt allerdings zu einem stumpfen Fell bei. Für ein miliares Ekzem können beispielsweise Räudemilben oder Flöhe verantwortlich sein. Selbst Allergien können dieses Ekzem auslösen.

 

Milzdrehung (Hund)

Bei einer Milzdrehung wird in eine sekundäre und primäre Drehung unterschieden. Über Bänder aus Bindegewebe ist das Organ mit dem Magen verbunden. Fängt der Magen an sich zu drehen, dann wird die Milz mitgezogen. Liegt nur eine leichte Lagerveränderung vor, dann ist dieser Vorgang harmlos. Wird eine 270° Drehung erreicht, dann werden unweigerlich Blutgefäße abgeschnürt. Folglich tritt eine Milzvergrößerung ein. Aus den gestauten Blutgefäßen ist sogar ein Austritt von Flüssigkeit möglich. Diese sammelt sich mit der Zeit in der Bauchhöhle. Gewebe stirbt ab. Irgendwann wird der Körper von Giftstoffen überschwemmt. Leidet ein Hund an einer Milzdrehung, dann wird er unruhig und versucht sich, zu übergeben. Der Bauchumfang nimmt stark zu. Das Tier leidet unter Schmerzen und Atemnot. Der Hund muss sofort in eine Tierklinik, wo er entsprechend behandelt wird.

 

Milzriss (Hund) 

Die Milz muss viele wichtige Aufgaben meistern. Gerade im Abwehr- und Kreislaufsystem spielt die Milz eine entscheidende Rolle. Außerdem beschäftigt sich die Milz mit alten und kaputten Blutzellen. Die baut sie ab und sortiert sie im gleichen Atemzug aus. Daher wird die Milz auch zu den lymphatischen Organen gezählt. Wird die Milz allerdings instabil aufgrund eines Risses, dann wird es für den Hund gefährlich. In der Regel kommt ein Milzriss selten vor, aber es ist möglich. Ein Schlag oder Tritt kann dieses Phänomen herbeiführen. Aber auch ein Autounfall kann für das Tier schwere Folgen haben. Liegt sogar eine Vorschädigung vor, dann kann der Umstand schneller ausgelöst werden. Falls dieser Fall eintritt, dann muss der Hund sofort versorgt werden. Mit Infusionen wird zunächst der Kreislauf stabilisiert. Je nach Schwere sind sogar Bluttransfusionen notwendig. Mit einem Druckverband wird die Blutung gestillt. Auch eine Operation muss in Erwägung gezogen werden.

 

Milztumoren (Hund)

Gerade ältere Hunde sind von Milztumoren betroffen. Sie können gutartig, aber auch bösartig ausfallen. Bei der gutartigen Variante findet eine Milzvergrößerung statt. Allerdings wird das Organ nicht zerstört. Die bösartige Form hingegen hinterlässt eindeutige Spuren. Bösartige Milztumore können die Milz vollständig zersetzen. Zudem greifen die Tumorzellen auch andere Organe an. Sogenannte Tochtergeschwülste können am Herz, der Lunge oder Leber entstehen. Aufgrund dieser Veränderung wird auf die benachbarten Organe Druck ausgeübt. Magen, Lunge oder Zwerchfell werden in ihrer eigentlichen Funktion massiv eingeschränkt. Außerdem finden zudem ständige Sickerblutungen statt. In diesem Zusammenhang kann das Tier unter Appetitlosigkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen leiden. Zudem gesellt sich ein dicker Bauch. Ein operativer Eingriff ist unumgänglich.

 

Morbus Addison (Hund)

Wenn ein Hund an Morbus Addison leidet, dann bedeutet das nicht automatisch ein Todesurteil. Allerdings sind die Nebennieren von dieser Erkrankung massiv betroffen. Zudem werden extreme Beeinträchtigungen durch das Morbus Addison ausgelöst. Schließlich haben die Nebennieren lebenswichtige Funktionen. Unter anderem sind sie für die Produktion von Hormonen unabdingbar. Sie halten beim Tier den Energie- und Stresshaushalt in Trab. Erfahrungsgemäß sind oftmals junge erwachsene Hunde von diesem Phänomen betroffen. Bei der Ursachenforschung gehen die Meinungen etwas auseinander. Man vermutet, dass beispielsweise ein genetischer Defekt bei einigen Rassen dafür verantwortlich ist. Aber auch Infektionen, Tumore oder Durchblutungsstörungen könnten Gründe für den Ausbruch dieser Krankheit sein.

Berechne deinen Beitrag

Umfassende Deckung Freie Tierarztwahl
Kein Kündigungsrecht für den Versicherer im Schadensfall Schnelle Schadenbearbeitung

Petplan

Petplan ist ein Handelsname der Tiergarant Versicherungsdienst GmbH und bevollmächtigter Assekuradeur der UVM Verzekeringsmaatschappij N.V. in Hogeveen in den Niederlanden.

Tiergarant Versicherungsdienst GmbH Postfach 1462 - 31512 Wunstorf