Tierkrankheiten S

Salmonellose (Kaninchen)

Die Durchfallerkrankung Salmonellose wird durch Bakterien ausgelöst. Welcher Krankheitsverlauf tatsächlich eintritt, das hängt von der Menge der Erreger ab und das vorhandene Abwehrsystem. Prinzipiell gibt es einen akuten und chronischen Verlauf. Die Bakterien gelangen oral in den Körper und siedeln sich explizit im Darm fest. Darüber hinaus findet eine Schädigung an der Schleimhaut statt. Die aufgenommenen Bakterien zerstören in diesem Bereich die Zellen. Erste Symptome wirken sich auf den Margen-Darm-Trakt aus. Durchfall und Abmagerung sind die Folge. Eine Infizierung kann über den Kot von Wildkaninchen, Ratten oder Mäusen erfolgen. Salmonellen sind übertragbar. Auch der Mensch kann sich anstecken. In Kaninchenbeständen kann es zu einer schnellen Verbreitung der Erkrankung kommen.

 

Schilddrüsentumoren (Hund)

Zu den produzierenden Organen zählt die Schilddrüse. Sie ist für die Produktion, Speicherung sowie Ausscheidung von den sogenannten Schilddrüsenhormonen zuständig. Zudem nimmt die Schilddrüse Einfluss auf den Stoffwechsel, das Wachstum und Nervensystem. Sie befindet sich am Halsbereich des Hundes. Ab dem 10. Lebensjahr eines Hundes werden immer wieder Schilddrüsentumoren ausgemacht. Fachleute diskutieren noch heute über die Ursache der Entstehung. Man nimmt an, dass eine übermäßige Zufuhr von Jod daran schuld sein kann. Das Jod verbirgt sich oftmals in der Nahrung und wird eher unbewusst dem Tier zugeführt. Aber auch Genmutationen sprechen für diese Erkrankung. An der Unterseite des Halses bildet sich eine Vermehrung. In der Fachsprache wird diese Bildung Kropf genannt. Dieser kann unter Umständen Husten, Würgen oder ein eine Atemnot auslösen. Eine Vorstellung beim Tierarzt ist unumgänglich.

 

Schilddrüsenüberfunktion (Hund, Katze)

Wenn eine Schilddrüsenüberfunktion beim Hund oder der Katze vorliegt, dann muss man in den meisten Fällen mit Schilddrüsentumoren rechnen. In diesem Zusammenhang findet eine erhöhte Ausschüttung der Hormone statt. Folglich kommt es zu einer Stoffwechselsteigerung. Das Tier verbraucht mehr Energie. Die Anzeichen für diese Erkrankung können ganz unterschiedlich ausfallen. Nervosität, Unruhe, erhöhte Herzfrequenz sowie Körpertemperatur und ein Zittern treten ein. Der Vierbeiner hat zudem ständig einen großen Appetit. Allerdings kann das Tier gar nicht so viel zu sich nehmen, wie es eigentlich benötigt. Mit der Zeit wird eine Gewichtsreduzierung ersichtlich. Im schlimmsten Fall muss mit einer Entfernung der Schilddrüse gerechnet werden.

 

Schilddrüsenunterfunktion (Hund)

Treten im Verhalten des Hundes Ungereimtheiten auf, dann kann dies eventuell an einer Schilddrüsenunterfunktion liegen. Klassische Anzeichen dafür sind eine schlechte Fellqualität, Trägheit sowie Fettleibigkeit. Selbst ein aggressives Verhaltensmuster, hecheln in Ruhephasen, Angst oder eine schlechte Wundheilung können ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund sein. Anhand eines Blutbildes können die Schilddrüsenwerte ausgemacht werden. Die Laborwerte helfen dem Tierarzt, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Nach entsprechender Auswertung werden dem Hund spezielle Medikamente verabreicht. Diese müssen über einen längeren Zeitraum oder sogar lebenslang eingenommen werden. Bestimmte große Rassen wie Golden Retriever oder Dobermann-Pinscher sind für eine Schilddrüsenunterfunktion anfälliger.

 

Staupe (Hund)

Die gefährliche Viruserkrankung Staupe tritt beim Hund eher selten auf. Allerdings kommt das Krankheitsbild hin und wieder vor. Die meisten Hunde sind gegen den Virus geimpft. Hinterlässt ein erkranktes Tier in der Umwelt beispielsweise Kot, Urin oder Nasensekret, dann kann sich das Staupe-Virus auf einen gesunden Vierbeiner übertragen. Die Erreger sind in der Lage über einige Tage in der Außenwelt zu überleben. Fand eine Infizierung statt, dann vermehren sich die Vieren anfänglich im Rachen und später in den Bronchien. Die Erreger wandern weiter. Vom Knochenmark, Lymphgewebe bis hin zum Verdauungstrakt sowie Harn- und Geschlechtsorganen. Der Hund muss sich mit einem eitrigen Nasenausfluss, Atemnot und Husten herumplagen. Fressunlust, Durchfall und Erbrechen können genauso eintreten. Die Staupe kann im schlimmsten Fall epileptische Anfälle oder Lähmungen auslösen. Der Verlauf der Erkrankung ist je nach Abwehr sehr unterschiedlich. Mitunter führt die Staupe sogar zum Tod des Hundes.

 

 Stomatitis (Hund) 

Wenn Tierärzte von einer Stomatitis sprechen, dann meinen die Experten eine Entzündung der Mundschleimhaut. Bei dem Einzugsgebiet der Mundschleimhaut handelt es sich um den Rachen, die Zunge und Speiseröhre. Liegt in diesem Bereich eine Störung vor, dann gerät das gesamt Gleichgewicht des Maules durcheinander. Damit sind die Bakterien und das Immunsystem gemeint. Eine Stomatitis kann aus ganz unterschiedlichen Gründen entstehen. Zahnfleischerkrankungen, kleinere Verletzungen, die durch einen Fremdkörper ausgelöst wurden. Meist handelt es sich dabei um ein Stöckchen oder Steinchen. Aber auch Grunderkrankungen wie Leptospirose, Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus können daran beteiligt sein. Die Entzündung ist immer schmerzhaft für den Hund. Eine klinische Untersuchung ist daher notwendig.

 

Systemmykosen (Kaninchen)

Es gibt viele Hautpilzerkrankungen. Eine davon sind die Systemmykosen. Gleich mehrere Pilzarten sind für die Systemmykosen verantwortlich. Einige Kaninchen sind quasi nur die Träger von den Pilzsporen. Sie werden selbst nicht krank, aber sie verbreiten die Sporen. Langhaarige Kaninchen, junge oder bereits geschwächte Tiere können mit der Pilzinfektion in Berührung kommen. Von Tier zu Tier kann eine direkte Übertragung erfolgen. Da die Sporen über Monate in der Außenwelt überleben, ist sogar eine indirekte Ansteckung möglich. Sie vermehren sich praktisch in Ställen oder Käfigen weiter. Erste Anzeichen für diese Hautpilzinfektion ist Haarausfall. Aber auch ein starker Nasenausfluss oder Tränenfluss gehört zum Krankheitsbild dazu.

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