Wann kann man mit Welpen spazieren gehen?

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Wenn ein Welpe einzieht, verändert sich der Alltag grundlegend. Immerhin müssen Sie gerade in der ersten Zeit rund um die Uhr für Ihren neuen Mitbewohner da sein und dafür sorgen, dass es ihm an nichts fehlt.

Das schließt selbstverständlich auch tägliche Spaziergänge mit ein. Wann man mit einem Welpen spazieren gehen kann und wie lange Ihre gemeinsamen Entdeckungstouren sein sollten, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beim Einzug in ihr neues Zuhause sind Welpen grundsätzlich schon alt genug, um mit ihnen spazieren zu gehen.

  • Während des Wachstums gilt eine Dauer von einer Minute pro Lebenswoche als Richtwert für Spaziergänge mit Welpen.

  • Welpen müssen sich etwa alle zwei bis drei Stunden lösen und dementsprechend oft an die frische Luft gebracht werden.

  • Welpen sollten beim Gassi gehen frühzeitig an Regeln gewöhnt werden, um spätere Probleme zu vermeiden.

 

Wann ist es bei Welpen an der Zeit für die ersten Spaziergänge?

Aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalters für die Abgabe ist Ihr Welpe beim Einzug mindestens acht Wochen alt. Im Grunde genommen können Sie daher direkt Ihren ersten kurzen Spaziergang planen und Ihrem kleinen Vierbeiner die nähere Umgebung zeigen.

Allerdings ist es wichtig, dass Sie es am Anfang nicht übertreiben. Denn auch wenn Ihr Welpe alt genug zum spazieren gehen ist, dürfen Ihre gemeinsamen Ausflüge keinesfalls zu lang sein.

Wie lange kann man mit Welpen spazieren gehen?

In den ersten Lebensmonaten müssen die Spaziergänge mit dem Welpen noch recht kurz gehalten werden. Das gilt auch für Rassen, die normalerweise einen hohen Bewegungsdrang haben und im Erwachsenenalter daher viel Auslauf benötigen.

Als Faustregel können Sie mit einer Dauer von fünf Minuten bis maximal der Anzahl der Lebenswochen in Minuten rechnen. Ist Ihr Welpe zum Beispiel 10 Wochen alt, sollten Sie maximal 10 Minuten am Stück mit ihm Gassi gehen.

Das mag für Sie zwar kurz klingen, reicht für Ihren jungen Vierbeiner während des Wachstums in der Regel jedoch vollkommen aus. Denn körperliche Überlastungen im Welpenalter können sich später einmal mit gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Gelenkerkrankungen, bemerkbar machen.

Dazu kommt, dass Ihr Welpe vielen Außenreizen ausgesetzt ist, die er bisher noch gar nicht kannte. Auch das kann einen so jungen Hund sehr erschöpfen. Trotzdem handelt es sich hier um einen Richtwert, der nicht auf die Minute genau eingehalten werden muss.

Statt ausgedehnter Spaziergänge empfehlen wir Ihnen daher, bei Bedarf lieber mit gemeinsamen Spielen für genügend Auslastung zu sorgen.

Wie oft sollte man mit Welpen spazieren gehen?

Welpen dürfen zwar noch keine ausgedehnten Spaziergänge unternehmen. Im Vergleich zu ausgewachsenen Hunden müssen sie sich jedoch deutlich häufiger lösen und alleine schon aus diesem Grund öfter an die frische Luft gebracht werden.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass Sie mit Ihrem Welpen ungefähr alle zwei bis drei Stunden einen Spaziergang einplanen sollten. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie regelmäßig Missgeschicke vom Boden aufwischen müssen.

Auch für Welpen gelten bei Spaziergängen Regeln

Selbstverständlich können Sie am Anfang noch nicht erwarten, dass Ihr Welpe alles macht, was Sie von ihm verlangen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihrem kleinen Vierbeiner von Anfang an zeigen, welches Verhalten gewünscht bzw. unerwünscht ist.

Das gilt natürlich ganz besonders für Ihre gemeinsamen Spaziergänge, auf denen Ihnen sehr wahrscheinlich auch andere Hunde und Menschen begegnen. Indem Sie sich frühzeitig um eine dem Alter des Welpen angemessene Erziehung kümmern, vermeiden Sie unerwünschte Verhaltensweisen, die sich später nur schwer wieder abtrainieren lassen.

Schützen Sie, was Ihnen wichtig ist!

Dieser Artikel wurde durch Manuela Vogt geprüft und überarbeitet!

Manuela Vogt
Tierpflegerin & Tierverhaltensberaterin

Manuela Vogt ist gelernte Tierpflegerin und hat viele Jahre in Tierheimen gearbeitet.

Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katze und Kaninchen in Norddeutschland.