Wann kann man Welpen anfangen zu füttern?

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In den ersten Wochen nach der Geburt ernähren sich Welpen ausschließlich von der Muttermilch. Diese liefert ihnen alle Nährstoffe, die sie für den Start in ein gesundes Leben brauchen.

Doch wann kann man mit dem Füttern der Welpen beginnen und worauf ist dabei zu achten? Das erklären wir Ihnen hier.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nach ungefähr drei Wochen können Welpen langsam an feste Nahrung gewöhnt werden.

  • Die vollständige Entwöhnung von der Muttermilch findet zwischen der achten und zehnten Lebenswoche statt.

  • Welpen sollten unbedingt mit einem hochwertigen Welpenfutter gefüttert werden.

  • Feste Fütterungszeiten und eine bedarfsgerechte Futtermenge gewährleisten ein gesundes Wachstum.

 

Von der Muttermilch bis zur ersten festen Nahrung

In den ersten drei Wochen seines Lebens ernährt sich ein neugeborener Hundewelpe ausschließlich von Muttermilch. Dabei nimmt er jeden Tag rund 20 Prozent seines eigenen Gewichts zu sich, wodurch sich sein Körpergewicht innerhalb der ersten 10 Tage verdoppelt.

Nach ungefähr drei Wochen können Sie langsam damit anfangen, Ihre Welpen mit fester Nahrung zu füttern. Dazu beginnen sie zunächst mit winzig kleinen Portionen. Um den kleinen Vierbeinern die Aufnahme und Verdauung der Nahrung zu erleichtern, ist es sinnvoll, das Futter zunächst mit etwas Wasser zu einem Brei zu vermischen.

Zeit für die Entwöhnung von der Muttermilch

Ihre Welpen werden schnell auf den Geschmack des Hundefutters kommen. Dennoch trinken sie auch weiterhin Muttermilch. Denn entwöhnt werden sie erst, wenn sie ungefähr acht bis zehn Wochen alt sind.

Ab diesem Zeitpunkt nehmen Ihre Welpen dann nur noch feste Nahrung zu sich und trinken allenfalls noch gelegentlich ein wenig Muttermilch.

Welpen benötigen spezielles Welpenfutter

Bei der Umstellung auf feste Nahrung ist es wichtig, die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Welpen zu beachten.

Um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten, ist es sinnvoll, ein spezielles Welpenfutter zu füttern. Dieses zeichnet sich insbesondere durch einen bedarfsgerechten Proteingehalt, eine hohe Energiedichte sowie eine angepasste Menge an Mineralstoffen aus.

Selbstverständlich sollten Sie beim Kauf von Welpenfutter stets auf eine gute Qualität achten und Produkten mit natürlichen Zutaten nach Möglichkeit den Vorzug geben.

Welpen sollten nicht von Laien gebarft werden

Viele Hundehalter setzen bei der Fütterung auf das Barfen. Bei Welpen raten wir jedoch von dieser Ernährungsform ab, wenn Sie nicht über besondere Erfahrung in diesem Bereich verfügen. Denn für ihre Gesundheit ist es sehr wichtig, ihren Bedarf an unterschiedlichen Nährstoffen exakt zu decken, was durch Barfen nur mit sehr viel Wissen und Sorgfalt gelingt.

Hinzu kommt, dass rohes Fleisch häufig mit Keimen belastet ist. Auch wenn diese für ausgewachsene Hunde in aller Regel keine ernste Gefahr darstellen, können sie Welpen durchaus krank machen.

Feste Fütterungszeiten und eine bedarfsgerechte Futtermenge

Ein fester Rhythmus gibt Ihren kleinen Vierbeinern Sicherheit. Planen Sie für Ihre Welpen daher möglichst feste Fütterungszeiten ein und teilen Sie die tägliche Futtermenge auf drei bis vier Mahlzeiten auf.

Achten Sie zudem auf bedarfsgerechte Portionsgrößen. Denn trotz ihres hohen Energiebedarfs ist zu viel Futter für Ihre Welpen schädlich. Gerade bei großen Hunderassen kann ein zu schnelles Wachstum zu schweren Schäden an den Gelenken führen und die Lebensqualität der Tiere dauerhaft massiv beeinträchtigen.

Schützen Sie, was Ihnen wichtig ist!

Dieser Artikel wurde durch Manuela Vogt geprüft und überarbeitet!

Manuela Vogt
Tierpflegerin & Tierverhaltensberaterin

Manuela Vogt ist gelernte Tierpflegerin und hat viele Jahre in Tierheimen gearbeitet.

Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katze und Kaninchen in Norddeutschland.