Zähneputzen beim Hund

Zähneputzen beim Hund

Warum muss sich eigentlich kein Tier außer dem Menschen die Zähne putzen?

Haben Sie sich das schon einmal gefragt, sind Sie hier genau richtig. Allerdings sei eines vorab gesagt: Zähneputzen beim Hund kann tatsächlich erforderlich und sehr wichtig sein.

In der Natur sind Wildhunde oder Wölfe Raubtiere, die sich von Fleisch ernähren. Sie jagen ihre Beute, reißen sie und ernähren sich frei von Zuckern und Zusatzstoffen. Durch das Reißen oder das Nagen an Knochen werden die Zähne wilder Raubtiere gereinigt. Gleiches gilt für vegetarisch lebende Tiere: Sie fressen neben Gras, Obst und Gemüse auch Rinde oder Wurzeln, um ihre Zähne zu reinigen.

Warum Zähneputzen beim Hund notwendig ist

Hunde ernähren sich anders als andere Haustiere häufig von fertigen Futtermitteln, die industriell hergestellt wurden. Während man Meerschweinchen oder Wellensittiche täglich mit frischem Obst, Kräutern und Blättern versorgt, ist das bei der Hundehaltung nicht die tägliche Routine.

In Fertigfuttermitteln sind häufig leider Getreide und Zucker enthalten, die bekannter Maßen bei mangelnder Zahnhygiene bei Mensch und Tier einen Nährboden für Bakterien darstellen. Das kann zu Karies und anderen Zahnerkrankungen führen.

Besonders im Trockenfutter ist der Getreideanteil oft sehr hoch, damit das Futter auch wirklich trocken und knusprig ist. Achten Sie beim Kauf von Hundefutter also darauf, möglichst getreidearmes oder getreidefreies Trockenfutter zu erwerben.

Auch bekommen Hunde hier und dort etwas von unserem Essen. Jeder kennt die treuen Augen, die sich was vom Gebäck erbetteln. Dem Hund schmeckt es zwar besonders, aber auch hier sind viele schädliche Stoffe für die Zähne enthalten.

Auch Kauknochen oder Kauspielzeug können die Zahnpflege des Tiers unterstützen. Neben diesen unterstützenden Maßnahmen ist es aber bei manchen Hunden wichtig, dass Sie Ihrem Hund die Zähne putzen.

Den Hund ans Zähneputzen gewöhnen

In jedem Fachgeschäft für Tierbedarf können Sie Hundezahnbürsten und Zahnpflege-Fingerlinge erwerben. Die Fingerlinge werden von verschüchterten Tieren, die in ihrer Vergangenheit womöglich noch keine Erfahrungen mit Zahnbürsten gemacht haben, in der Regel besser angenommen.

Mit dem Werkzeug Ihrer Wahl können Sie die Nahrungsmittelreste und Zahnbelag sorgfältig und sanft entfernen. Haben Sie und Ihr Vierbeiner nach einiger Zeit Erfahrung mit dem Zähneputzen beim Hund, wird das zur kurzweiligen Routine, die Sie in wenigen Minuten zwischendurch erledigen können, ohne dass Ihr Hund sich wehrt. Dazu benötigen Sie zu Beginn allerdings etwas Übung, und Ihr Hund braucht eine Eingewöhnungsphase. Bleiben Sie also geduldig, wenn das Tier sich auch nach mehrmaligem Zähneputzen weigern möchte und sich immer wieder zu fragen scheint, was das Frauchen gerade vor hat.

Gewöhnen Sie den Hund zunächst an die Zahnpasta. Sie sollten mindestens eine Woche lang nicht versuchen, die Zähne und das Zahnfleisch des Tiers zu berühren, sondern zunächst nur die Zahnpasta anbieten, als sei es ein Leckerchen, das das Tier von Ihrem Finger schlecken kann.

Nach der ersten Woche hat sich das Tier an den Geschmack gewöhnt. Sie können fortfahren, indem Sie die Zahnpaste auf Ihren Finger nehmen und vorsichtig auf seine Zähne und das Zahnfleisch streichen. Nach ein paar Tagen wird sich Ihr Hund an die Berührung gewöhnt haben. Sie können dann damit fortfahren, den Hund an die Zahnbürste oder die Fingerlinge zu gewöhnen. Sollte das Tier sich nicht nach einer Woche an die Berührung gewöhnt haben, bleiben Sie geduldig und probieren Sie es weiter, ohne das Tier unter Druck zu setzen. Pro Tag sollten Sie nicht mehr als drei Minuten versuchen, die Zähne Ihres Haustiers zu berühren.

Im nächsten Schritt versuchen Sie, den Hund an das Zahnputzgerät zu gewöhnen. Geben Sie etwas Zahnpasta auf die Zahnbürste oder die Fingerlinge und wiederholen Sie den Annäherungsversuch aus dem ersten Schritt. Schließlich können Sie versuchen, die Fangzähne zu putzen. Dafür müssen Sie mit der freuen Hand die Lefzen sanft nach oben schieben. Bewegen Sie die Zahnbürste dabei sanfter und langsamer, als Sie es von Ihrem eigenen Badezimmer-Ritual gewöhnt sind.

Nach einigen Übungseinheiten und Wochen können Sie sich an die hinteren Zähne wagen, bis Sie eines Tages das gesamte Hundegebiss putzen können. Anschließend hat sich der beste Freund des Menschen an das Zähneputzen beim Hund gewöhnt und wird Sie jeden Tag an sein Maul lassen.

Mehr Unterstützung für die Zahnpflege

Neben den bereits genannten Methoden und Anpassungen können Sie die Zahnpflege Ihres Hundes noch mehr unterstützen, indem Sie Ihrem Haustier eine Mundspülung geben. Diese können Sie dem Trinkwasser zugeben.

Außerdem gibt es Zahnpflege-Gels, die Plaque und Zahnstein entgegenwirken. Sie können diese Geld zusätzlich verwenden, aber sie eignen sich auch für Hunde, die sich vehement dagegen wehren, sich die Zähne putzen zu lassen.

Achtung: Geben Sie Ihrem Hund außerdem auf keinen Fall Tennisbälle zum Spielen! Der Bezug von Tennisbällen enthält Glaswolle. Dieses Material hat eine höhere Dichte als der Hundezahn, und somit wirken Tennisbälle wie Schmiergelpapier, die den Zahn massiv schädigen können.

Diese Schäden vermeiden Sie

Damit Sie verstehen, wie wichtig Zähneputzen beim Hund ist, müssen Sie wissen, welche Schäden überhaupt entstehen können, wenn Sie auf Zahnpflege beim geliebten Vierbeiner verzichten.

Wie beim Menschen auch, kann das Gebiss des Hundes unter folgenden Komplikationen leiden:

  • Zahnstein
  • Paradontose
  • Karies

Zahnstein löst Mundgeruch aus und kann schließlich dazu führen, dass sich das Zahnfleisch entzündet. Als Folge von Zahnstein kann Paradontose auftreten. Dabei bildet sich Zahnfleisch zurück, und die Zahnhälse des Hundes liegen frei, was zu Zahnverlust und Schmerzen führen kann.

Auch Karies gehört zu den häufigsten Erkrankungen von Zähnen. Beim Menschen ist diese Erkrankung wegen unseres hohen Zuckerkonsums deutlich häufiger als bei Hunden, aber auch Hunde können in den Backenzähnen die unangenehm schmerzenden Löcher in den Zähnen entwickeln.

Im schlimmsten Fall sind Kieferknochenentzündungen, Abszesse oder Zahnverlust zu befürchten. Also gewöhnen Sie Ihren Hund sanft an Zahnpflege! Zähneputzen beim Hund ist eine sehr wichtige alltägliche Aufgabe für Halter und Hund.

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