Zweithund ja oder nein? – Wann ist die Haltung eines zweiten Hundes sinnvoll?

Zweithund ja oder nein
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Viele Hundehalter wünschen sich für ihren Vierbeiner einen Artgenossen als Spielkamerad und ziehen daher die Anschaffung eines Zweithundes in Erwägung.

Vielleicht stehen aktuell auch Sie vor dieser Entscheidung und fragen sich, ob die Haltung eines zweiten Hundes sinnvoll ist und Ihr Vierbeiner davon profitieren kann. In diesem Artikel beschäftigen wir uns daher mit den Vor- und Nachteilen eines Zweithundes und erklären Ihnen, welche Punkte Sie dabei bedenken sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ein Zweithund kann ein toller Spielkamerad für den bereits vorhandenen Vierbeiner sein.
  • Die Haltung eines zweiten Hundes verursacht zusätzliche Kosten und einen höheren Zeitaufwand.
  • Bei der Wahl der Rasse sollten die Eigenschaften des Ersthundes und die Erfahrung des Halters berücksichtigt werden.
  • Für die Zusammenführung der Tiere ist ein neutraler Platz im Freien am besten geeignet.
  • Wir empfehlen für beide Hunde den Abschluss einer Hundekrankenversicherung in einem unserer leistungsstarken Tarife.

Ein Zweithund ist ein toller Spielkamerad

Die Anschaffung eines zweiten Hundes kann durchaus sinnvoll sein. Immerhin leben auch die wilden Verwandten der Hunde in Rudeln und die meisten Vierbeiner freuen sich über die Gesellschaft eines Artgenossen.

Gerade wenn Sie den ganzen Tag arbeiten müssen, ist Ihr Hund dank des Familienzuwachses nicht mehr alleine und hat einen Freund, mit dem er sich beschäftigen kann.

Nachteile bei der Haltung eines zweiten Hundes

Natürlich ist der Gedanke an zwei glücklich herumtobende Hunde schön. Dennoch sollten Sie die Entscheidung keinesfalls leichtfertig treffen, sondern das Für und Wider sorgfältig abwägen. Immerhin handelt es sich bei Hunden um vergleichsweise anspruchsvolle Haustiere, die in der Regel deutlich über 10 Jahre alt werden.

Bevor Sie sich für die Haltung eines zweiten Hundes entscheiden, sollten Sie sich daher auch einige Gedanken über die Nachteile machen. Schließlich wollen Sie ja, dass es beiden Vierbeinern gut geht und es weder dem ersten noch dem zweiten Hund an irgendetwas fehlt.

Ein zweiter Hund bedeutet doppelte Kosten

Die Kosten sind ein wichtiger Faktor, den viele angehende Halter schon bei der Anschaffung ihres ersten Hundes nicht berücksichtigen. Denn mit dem Kaufpreis für den Vierbeiner und ein paar Euro im Monat für Hundefutter ist es längst nicht getan.

Darüber hinaus müssen Sie unter anderem mit Tierarztkosten, Hundesteuer sowie Ausgaben für Zubehör wie Hundebett und Spielsachen rechnen. Durch die Haltung eines zweiten Hundes verdoppeln sich diese Ausgaben von einem auf den anderen Tag.

Falls Ihre Haushaltskasse jetzt schon überstrapaziert ist, ist ein Zweithund daher definitiv eine schlechte Idee.

Haben Sie genug Zeit für beide Hunde?

Die zur Verfügung stehende Zeit ist ein weiterer Punkt, den Sie unbedingt in Ihre Überlegungen mit einbeziehen sollten. Denn es ist nunmal ein Fakt, dass Hunde Zeit kosten. Das gilt ganz besonders für Welpen, die in der Anfangszeit zum Teil fast rund um die Uhr betreut werden müssen.

Doch auch ausgewachsene Hunde können natürlich nicht einfach sich selbst überlassen werden. Tägliche Spaziergänge und bedarfsgerechte Beschäftigungsangebote gehören ein Leben lang dazu.

In dem Moment, in dem ein zweiter Hund bei Ihnen einzieht, müssen Sie damit rechnen, dass die Haltung und Pflege Ihrer Haustiere in Zukunft deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Auch wenn sich der Zeitaufwand im Unterschied zu den Kosten vielleicht nicht verdoppelt, sollten Sie die zusätzliche Belastung durch den zweiten Hund nicht unterschätzen.

Welche Rasse ist als Zweithund geeignet?

Wenn Sie sich grundsätzlich für die Haltung eines zweiten Hundes entschieden haben, müssen Sie sich als nächstes über die Rasse Gedanken machen. Theoretisch gibt es hierbei keine Einschränkungen.

Allerdings sollten Sie bei der Wahl durchaus ein wenig auf die Größe achten. Es kann zwar durchaus funktionieren, einen sehr kleinen mit einem sehr großen Hund zu halten. Ideal ist das jedoch nicht.

Darüber hinaus sollten Sie bei Ihren Überlegungen auch berücksichtigen, wie viel Erfahrung Sie als Hundehalter mitbringen. Denn es gibt einige Rassen, deren Erziehung einen gewissen Sachverstand erfordert und die sich daher nur bedingt für Anfänger eignen.

Entscheiden Sie sich daher am besten für einen Zweithund der gleichen Rasse oder ein Tier in ähnlicher Größe, dessen Bewegungsdrang und Temperament vergleichbar sind.

Zeit für ein erstes Kennenlernen

Wenn Sie sich trotz aller Herausforderungen für die Haltung eines Zweithundes entschieden haben, ist es an der Zeit, dass sich die beiden Vierbeiner kennenlernen.

Es ist sinnvoll, die erste Begegnung an einem neutralen Ort stattfinden zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass Ihr Ersthund sein Revier verteidigen will und dem Familienzuwachs direkt von Anfang an negativ gegenübersteht.

Halten Sie das Treffen am besten kurz und lassen Sie zunächst einige weitere Begegnungen folgen. Sollte es dabei zu einer Auseinandersetzung kommen, trennen Sie die Streithähne umgehend. Meist dauert es aber glücklicherweise nicht lange, bis die beiden Hunde Freundschaft geschlossen haben.

Denken Sie an die Krankenversicherung für Ihren Zweithund

Die Behandlung von Krankheiten und Verletzungen ist bei Hunden oft mit erheblichen Kosten verbunden. Durch die Anschaffung eines Zweithundes steigt die Wahrscheinlichkeit für hohe Tierarztrechnungen stark an.

Schützen Sie sich daher rechtzeitig und schließen Sie auch für Ihren Zweithund eine Hundekrankenversicherung ab. Mit Petplan entscheiden Sie sich dabei für einen erfahrenen Partner, auf den Sie sich verlassen können.